Hindenburg l Mit einer Andacht von Pfarrerin Jeanette Obara aus Arneburg in der Kirche ist am Freitag der Adventsmarkt der Jugendwerkstatt Hindenburg des Diakoniewerkes Osterburg eröffnet worden.

Schon traditionell setzten Jugendliche im Anschluss ein Theaterstück in Szene. Sie griffen dabei ein Thema auf, das aktueller nicht sein könnte. In einem Park saßen Jugendliche auf einer Bank, jeder mit seinem Smartphone beschäftigt, Energiedrink und Chipstüte in der Hand. Ist die Büchse ausgetrunken oder die Chipstüte leer, fliegt alles in den Park, die Müllberge wachsen. Die Jungs sind so mit ihren Smartphones beschäftigt, dass sie gar nicht merken wie sich ihnen zwei Engel nähern. Sie machen den Jugendlichen klar, dass es fünf vor 12 ist und die Welt davor steht, am Müll zu ersticken. Es reiche heute nicht mehr aus, den Müll zu sortieren, er müsse auch reduziert werden. Das könne auch der inzwischen eingetroffene Weihnachtsmann nicht machen, da müsse jeder selbst ran.

Die Jugendlichen waren einsichtig und begannen gleich, ihre Sitzumgebung zu reinigen. Und sie schlugen vor, Plaste- durch Glasflaschen und Plastetüten durch Stoffbeutel zu ersetzen. Dies sei ein erster Schritt für eine saubere Erde ohne Müll und Dreck, für saubere Luft, Flüsse und Ozeane.

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Feinste Leckereien

Mit großem Applaus dankten die Zuschauer den Jugendlichen für dieses unterhaltsame, zum Nachdenken anregende Theaterstück. Angeführt von den Engeln, ging es im Anschluss in die benachbarte Jugendwerkstatt wo schon alles weihnachtlich vorbereitet war. Glühwein, Tee oder Punsch wärmten ebenso wie die über dem offenen Feuer kochende Kürbissuppe. Es gab Waffeln, Crepes, aber auch deftige Sachen vom Grill. Die unterschiedlichsten Sachen konnten gebastelt werden und dabei kam auch der Umweltgedanke nicht zu kurz. Deko-Artikel aus recycelten Materialien wie Tetra-Packs, die zu Lampions wurden, konnten hergestellt und natürlich mitgenommen werden.

Weihnachtliche Gestecke waren vorbereitet, Vogel- oder Nisthäuschen waren im Angebot und viele weitere Holzarbeiten. Gestricktes, Gehäkeltes oder auch Gefilztes wartete ebenso auf die Besucher wie Kaffee und Kuchen, wobei letzterer natürlich aus dem eigenen Backofen kam, der schon am frühen Morgen angeheizt wurde und aus dem, nach dem Kuchen auch leckere Pizzen gezogen wurden. Zu Kaffee und Kuchen gab es auch einen Auftritt von jungen Linedancern aus Krüden.

Erstmals vor Ort war das Waldmobil aus Haldensleben, das an vier Stationen heimische Tiere vorstellte. Kinder konnten so spielerisch mit Eichhörnchen, Fuchs und Eule Bekanntschaft machen. Sie sahen die Tiere als Präparate, konnten ihr Fell streicheln, sollten dabei das richtige Futter suchen und ihre Geräusche nachahmen. Durch den Einsatz von riesigen Tierpuzzles, Fühl- und Geräuschboxen und Spielen war der Stationsbetrieb kindgerecht und abwechslungsreich gestaltet.