Osterburg l „Etwa 90 Grundstückseigentümer haben bereits die vorzeitige Ablöse ihrer Ausgleichsbeträge beantragt. Das ist mit Blick auf die Gesamtzahl von etwa 500 Grundstücken im Sanierungsgebiet schon gut. Und es werden in den nächsten Tagen und Wochen sicher noch weitere Anträge kommen“, zog Nico Schulz (CDU) auf Nachfrage ein erstes Zwischenfazit. Gemeinsam mit Bauamtsleiter Matthias Köberle hatte der Bürgermeister im November auf einer Einwohnerversammlung für die vorzeitige Zahlung geworben, „weil beide Seiten davon profitieren. Freiwilligen Zahlern wird ein Abschlag eingeräumt. Und im Gegenzug bleibt der gesamte Ausgleichsbetrag in der Stadtkasse und kann so bei der Finanzierung von weiteren Maßnahmen im Sanierungsgebiet mithelfen“, sagte Schulz.

Wer die vorzeitige Zahlung bis zum 31. Januar 2019 beantragt, profitiert von einem zehnprozentigen Rabatt. Wichtig: Daran interessierte Grundstückseigentümer müssen selbst aktiv werden. Ein formloser, schriftlicher Antrag an die Stadt genügt. Nach dem 31. Januar und bis zum 31. Juli räumt die Kommune freiwilligen Zahlern eine siebenprozentige Reduzierung ein und bis zum 31. Dezember 2019 einen Abschlag von immer noch fünf Prozent. Danach müsse der volle Betrag entrichtet werden. Zu der Zahlung werden die betreffenden Eigentümer dann per Bescheid aufgefordert, der ihnen 2020/21 ins Haus flattern dürfte.

Während der November-Zusammenkunft hatte Schulz den Grundstückseigentümern eine zweite Einwohnerversammlung in Aussicht gestellt, um besser über die vom Gutachterausschuss des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation festgelegte Betrags-Preisspanne von 1 bis 5 Euro pro Quadratmeter in dem Gebiet aufzuklären. Weil die Bemühungen der Einheitsgemeinde um einen Fachmann aus dem Gutachterausschuss für diese zweite Versammlung aber im Sande verlaufen sind, hat die Stadt zwischenzeitlich Abstand von der Idee einer weiteren Bürger-Zusammenkunft genommen. Stattdessen sollen die Ausgleichsbeiträge in einer der kommenden Bauausschusssitzungen tiefergehender erörtert werden, kündigte der Osterburger Bürgermeister abschließend an.