Osterburg l Bei der traditionellen Jungtierbesprechung des örtlichen Rassegeflügelzuchtvereins wurden um die 20 Hühner in sechs verschiedenen Rassen, als auch zirka 40 Tauben in 20 unterschiedlichen Rassen in der Gemeinschaftsanlage ganz genau unter die Lupe genommen. Dabei schaute sich auch diesmal wieder der anerkannte Zuchtexperte und Preisrichter Wilfried Lattorff aus Wittenberge das imposante Federvieh mit seinem geschulten Auge äußerst gewissenhaft an. „Seine Einschätzungen und Ratschläge sind für uns von großer Bedeutung“, weiß Vereinschef Eckhard Gutowsky. Der Tierexperte aus der Prignitz verfügt über einen enormen und langjährigen Erfahrungsschatz. Etwa 20 Mitglieder des Traditionsvereins nahmen dieses Wissen bei der Besprechung gern zur Hilfe, um bei ihrer Zuchtarbeit die gewünschten Erfolge zu erzielen. Die Teilnahme an der Aktion ist freiwillig, die Bestandsempfehlung von Wilfried Lattorff aber ein bedeutsamer Vorteil und Richtungsweiser für eine erfolgreiche Zucht. Zu den Kriterien zählten dabei unter anderem Haltung, Farbschlag, Sauberkeit oder die Kopfform. Eckhard Gutowsky verfolgte die Einschätzungen des Experten mit großem Interesse und berichtete: „Es ist ja keine richtige Bewertung, aber kleine Pokale vergeben wir nach der gut einstündigen Aktion trotzdem. Es soll als Ansporn dienen.“ Zu den Abräumern zählte bei den Zwerghühnern Mario Kik (Zwerg-Cochin), Fred Kläden für seine besonders seltenen Malteser-Tauben, Rüdiger Kranz ( Deutsche Schautauben) und Neuzüchter Jens Schulze (Marans). Trotz der wissenswerten Aktion am Sonntag haben die Zuchtfreunde momentan einige Sorgenfalten auf der Stirn, denn die tradi­tionelle Tierausstellung steht in diesem Jahr auf der Kippe. Der Saal wurde laut Vorstand trotz gesetztem Termin vor einem Jahr nun anderweitig belegt (Literaturtage). Die Mitglieder bemühen sich momentan händeringend um ein Ausweichquartier.