Goldbeck l Der Verbandsrat votierte mit großer Mehrheit für den Kauf einer gebrauchten Drehleiter, es gab lediglich eine Gegenstimme sowie eine Enthaltung. Ursprünglich war die Anschaffung für 2026 vorgesehen. Doch das nach Einschätzung der Verbandsgemeinde günstige Angebot einer gebrauchten Drehleiter (Metz DLK 23-12 PLC 3.0) regte offenkundig zum Umdenken an. Arneburg-Goldbeck soll für die ausgewählte gebrauchte Drehleiter 98 500 Euro (ohne Einsatzequipment) zahlen, bei einer neuwertigen Drehleiter wäre dagegen von einem geschätzten Investitionsvolumen in Höhe von 710 000 Euro auszugehen. Verbandsgemeinde-Wehrleiter Michael Nix untermauerte am Donnerstagabend im Goldbecker Verwaltungshaus die Dringlichkeit der Anschaffung. „Im Rahmen des Einsatzgeschehens dürfen wir keine fremde Drehleiter einplanen“, machte er deutlich. Als Beispiel wurde ein Hausbrand in Baben ins Feld geführt, bei dem die Brandbekämpfer aus Stendal mit ihrer Drehleiter aushalfen. Mit der Stationierung eines Hub­rettungsfahrzeuges innerhalb der Verbandsgemeinde könnte die Eintreffzeit reduziert werden.

Als Basisfahrzeug für die Neuanschaffung dient ein Mercedes SK aus dem Jahr 1995. „Ich habe nichts gegen fortschrittliche Technik, aber dieses Fahrzeug ist relativ unkompliziert gestaltet und robust konzipiert“, sagte Verbandsgemeindebürgermeister Rene Schernikau (parteilos). Die Drehleiter sei in einer Spezialwerkstatt von Grund auf generalüberholt worden. Das Podium sei komplett neu, der Drehleiteraufbau könne bei Bedarf auch auf ein anderes Grundfahrzeug installiert werden. Der Drehleiterwagen sei somit komplett durchrepariert und auch eine langfristige Ersatzteilversorgung wäre für dieses gängige Modell gegeben, hieß es am Donnerstagabend. Mit Abschluss des Kaufvertrages soll nochmals eine Generalüberholung erfolgen, die beispielsweise eine neue Hydraulik, Bereifung, sowie eine Zehn-Jahres-Prüfung beinhalte.

Während einer Besichtigung konnten sich der stellvertretende Verbandsgemeindewehrleiter Dirk Raschke sowie weitere Feuerwehr-Führungskräfte aus der Verbandsgemeinde ein eigenes Bild vom Zustand des Mercedes machen und auch Funktionsprüfungen durchführen. Das Ergebnis ist eindeutig ausgefallen „Es gab absolut nichts zu beanstanden“, zeigte Dirk Raschke auf. „Der Zustand des Fahrzeuges ist wirklich sehr gut“, fügte er hinzu.

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Nach ihrem Kauf soll die Drehleiter der Verbandsgemeinde in Iden stehen. Der zuvor auserkorene Standort Hohenberg-Krusemark ist keine Option, da diese zusätzliche Aufgabe von den Brandbekämpfern des Dorfes personell nicht zu stemmen ist. Zusammen mit ihren Nachbarn aus Rohrbeck sollen die Idener Feuerwehrleute die Drehleiter-Aufgabe übernehmen, beide Wehren werden schon immer zusammen alarmiert. „Insgesamt 13 Leute können dieses Fahrzeug bedienen. Es ständen also immer mindestens drei Mann zur Verfügung“, machte Dirk Raschke deutlich.

„Mit dem Kauf dieser Drehleiter haben wir eine gute Qualität und gleichzeitig wird der Haushalt der Verbandsgemeinde geschont“, fasste Bürgermeister Rene Schernikau abschließend zusammen. Die Drehleiter könnte Arneburg-Goldbeck rund 15 Jahre zur Verfügung stehen. Diese Restnutzungsdauer habe die Aufbereitungsfirma aus Kandeln dem Hubrettungsfahrzeug bescheinigt, hieß es während der Sitzung des Verbandsgemeinderates.

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