Wendemark l Nachdem sie sich Anfang 2018 jede Menge Theorie angeeignet und die ersten Schritte am Bienenstock unternommen hatten, ging für die neuen Bienenzüchter aus der Prignitz und der Altmark, die beim Imkervereins Seehausen jährlich ihr Grundwissen vermittelt bekommt, am Sonnabend allmählich ihr Lehrgang zu Ende. Auf dem Hof des Vorsitzenden Dieter Smyrek gab es in Wendemark eine letzte Unterweisung.

Beim Tag des Imkers am Sonnabend, 21. Juli, im Jagdzentrum Barsberge bekommen die Natur-, Insekten- und Honigfreunde ihre Zertifikate überreicht. Was Smyrek besonders freut: Einige bleiben dem Verein treu. Womit die Mitgliederzahl auf über 70 anwächst.

Ganz zu Ende ist die Sache dann aber nicht. Die frischgebackenen Imker bekommen noch bis zu zwei Jahre einen Paten an die Hand, der hilft, wenn es Fragen gibt oder Probleme bei den eigenen Völkern auftauchen.

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Milbenbekämpfung

Zum Ende der Honigzeit widmeten sich die Lehrgangsteilnehmer bei Smyrek insbesondere der Bekämpfung der Varroamilbe, der noch immer ganze Bienenvölker zum Opfer fallen, wenn die Brut nicht entsprechend geschützt wird. Neben der gefährlichen Milbe standen aber auch noch andere Bienenkrankheiten auf dem Unterrichtssplan, der bei sommerlichem Wetter im Freien im Angriff genommen wurde.

Die außergewöhnliche Trockenheit macht auch den fleißigen Insekten zu schaffen, weil der Nektar mitunter so trocken wird, dass die Bienen, ihn nicht aufnehmen können. Weshalb viele Imker laut Smyrek bereits zufüttern. Jetzt noch Honig zu schleudern wäre fahrlässig und würde die Winterbienen gefährden, die im Frühjahr zum Saisonstart dringen gebracht werden.

Die Imker bekommen das Wetterextrem bei der Honigausbeute zu spüren. Raps und Robinie waren gut, Linde mittelmäßig, danach flachte es stark ab, blickt Smyrek zurück.