Seehausen l Angesichts steigender Infektionszahlen, deren Zustandekommen und Auswirkungen von Laien ebenso wie von Experten höchst unterschiedlich interpretiert werden, stehen derzeit auch viele Veranstaltungen in der kommenden Adventszeit auf der Kippe. So wie Stendal und Osterburg will Seehausen nach derzeitigem Stand ebenfalls am Weihnachtsmarkt festhalten. Die 14. Auflage des Bratapfelmarktes ist für Sonnabend,5. Dezember, geplant.

Die Organisatoren sind nicht zuletzt trotz Corona-Pandemie derzeit noch optimistisch, weil mit dem kürzlichen Kürbisfest quasi die Generalprobe für eine Großveranstaltung im Freien unter erschwerten Hygienebedingungen und trotz enormer Besucherresonanz gut über die Bühne gegangen ist. Womit allerdings auch der Veranstaltungsort für den Bratapfelmarkt zur Debatte steht.

So schön kuschelig es in der Adventszeit auch zugehen soll, der Postplatz ist für den zu erwartenden Ansturm unter aktuellen Auflagen zu klein – zumindest zu klein, um unter Gästen und Marktbetreibern für den nötigen Abstand zu sorgen. Heißt: Auch dieses Spektakel kann eigentlich nur auf der Festwiese am Umfluter stattfinden, wo das Treiben besser entzerrt und die Zahl der Besucher (derzeit maximal 1000 im Freien) über drei Schleusen gut zu überblicken ist, wägt Bürgermeister Detlef Neumann im Gespräch mit der Volksstimme das Für und Wider gegeneinander ab. Wobei für das Entzerren auch sprechen würde, dass beim Weihnachtsmarkt höchstwahrscheinlich mehr Alkohol konsumiert wird.

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Bedauerlich würde das Stadt- oberhaupt den Standortwechsel auch finden, weil sich der Postplatz mit der vorhandenen Infrastruktur und kurzen Wegen in die Ladenzeile bewährt hat. Beschaulicher wirkt der Markt dort auch, weil Weihnachtsbeleuchtung nicht nur am Tannenbaum, sondern auch an den Platanen das Geschehen, das sich im Gegensatz zum Kürbisfest mehr auf die Abendstunden verschiebt, beschaulich in Szene setzen würde. Das adventliche Ambiente wird sicher nicht so leicht wie die Marktstände auf die Umfluterwiese transportiert werden können.

Darauf, wie und ob der Bratapfelmarkt überhaupt stattfindet, will sich Detlef Neumann derzeit noch nicht festlegen. Zumal einige Institutionen ihre Vorsichtsmaßnahmen derzeit schon wieder hochfahren und in absehbarer Zeit mit einer neuen Corona-Eindämmungsverordnung zu rechnen ist. Anfang November will der Bürgermeister eine Entscheidung herbeiführen. Bis dahin wird man sozusagen auf Sicht fahren.