Erxleben l Der von Elke Osterloth geleitete Frauenchor Erxleben empfing in der Erxlebener Kirche den Frauenchor Kleinau, die Folkloregruppe Brunau-Packebusch und den Gemischten Chor der Stadt Osterburg. Pfarrer Jens Födisch machte darauf aufmerksam, dass Gott bei der Erschaffung der Welt den Mensch mit einer Stimme ausgestattet hatte, die zum Singen geeignet ist. „Wenn man singt, dann geht einem alles leichter von der Hand“, sagte er.

Dem Anliegen des Konzerts entsprechend erklangen bei diesem Chortreffen vorwiegend Frühlingslieder. Mit „Setz ich eine Bäumelein“ erinnerte der Erxlebener Chor an seinen langjährigen Chorleiter Karl-Gustav Schenk, zu dessen Lieblingsliedern diese Weise gehört hätte. „Bäume und Blumen“ sei ein Lied mit Text und Musik von der Erxlebener Chorleiterin, hieß es.

Friedel Hieke, die zu dieser Singegemeinschaft gehört und die Moderation der Veranstaltung übernommen hatte, verwies auf die jahrerlange Freundschaft zwischen den Erxlebener und den Kleinauer Sängerinnen. Ein Zeichen dessen war der gemeinsame Gesang des Liedes „Unsere vielen grünen Wiesen“, „das uns“, so Hieke, „so gut gefallen hat“. „Der Frühling klopft an deine Tür“ sangen die Kleinauerinnen unter der Leitung von Ute Schulz. Seit 30 Jahren gibt sie hier den Ton an und deutete Rückzugsabsichten noch in diesem Jahr an. Die Sängerinnen hatten gefühlsbetonte Lieder auch in anderer Richtung mitgebracht wie „Einen Menschen sollt‘ man haben, dem man alles sagen kann“. Und einen anderen Titel, „Warum bist du gekommen, wenn du gleich wieder gehst“, verdanke der Chor der Bekanntschaft mit einem Schweizer Ehepaar, wurde das Publikum informiert.

Folkloristisch gekleidet traten die Frauen aus Brunau-Packebusch vor die Zuhörer. Neben hochdeutsch wie „Schöner Frühling komm doch wieder“, „Es geht eine helle Flöte“ und „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ haben sie auch Lieder in niederdeutscher Mundart in ihrem Repertoire, zum Beispiel „Nu geiht dat los...“. Der Leiter der Gruppe Wolfgang Preiß hat Gedichte vom Heimatdichter Fritz Hagen vertont.

Bunt wie ein Frühlingsblumenstrauß war die Darbietung des Osterburger Gemischten Chores unter Leitung von Dagmar Brazda. „Wie schön ist es im Freien“, „Nun bricht aus allen Zweigen“, „Der Mai tritt ein mit Freuden“ und andere volkstümliche Ohrwürmer ließen das Aprilwetter draußen für einen Moment vergessen. Schließlich steuerten die Erxlebenerinnen mit einem Liederblock auf den Schluss der Veranstaltung zu; es gab Tulpensträuße für die Chorleiterinnen bzw den -leiter, man sang mit dem Publikum gemeinsam „Alle Vögel sind schon da“ und passend zu den Blumen „Tulpen aus Amsterdam“. Anschließend luden die Gastgeber zu Kaffee und Kuchen ins Dorfgemeinschaftshaus ein.