Landtagswahl

Chris Schulenburg (CDU) erringt Direktmandat im Wahlkreis Havelberg-Osterburg

Das Ringen um die Erststimmen im Wahlkreis 3 (Havelberg-Osterburg) hat Chris Schulenburg für sich entschieden. Der Christdemokrat aus Sandau errang das Direktmandat.

Von Andrea Schröder und Nico Maß
Chris Schulenburg (CDU) am Sonntag bei seiner Stimmenabgabe in Sandau. Schulenburg hat das Direktmandat des Wahlkreises Havelberg-Osterburg errungen.
Chris Schulenburg (CDU) am Sonntag bei seiner Stimmenabgabe in Sandau. Schulenburg hat das Direktmandat des Wahlkreises Havelberg-Osterburg errungen. Foto: Andrea Schröder

Osterburg - Lange musste Chris Schulenburg (CDU) warten, bis das Endergebnis feststand. Doch zeichnete sich schon vorher ab, dass er nach 2016 erneut das Direktmandat im Wahlkreis Havelberg-Osterburg errungen hat. Hatte er vor fünf Jahren 40,1 Prozent der gültigen Stimmen auf sich vereint, waren es gestern Abend nach 99 von 101 Wahllokalen und Briefwahlen 27,2 Prozent. Mit einem Statement wollte er warten, bis der letzte Wahlbezirk ausgezählt war. „Es zählt das Endergebnis.“

Gegen 21 Uhr hatte Nico Schulz (Freie Wähler) den zweiten Platz akzeptiert. Er nahm ihn sportlich. „Das war ein knappes Rennen. Ich bin nicht enttäuscht und auch nicht unzufrieden. Für eine junge Partei wie die Freien Wähler ist das doch ein tolles Ergebnis. Es ist für mich auch eine Bestätigung, dass meine Positionen, die ich vertrete, einen großen Rückhalt in der Bevölkerung haben“, sagte Nico Schulz.

Sandra Matzat (AfD) liebäugelte im Vorfeld mit 20 Prozent. Diese Marke knackte sie. „Ein Ergebnis, das mich stolz macht“, war die Dobbrunerin sehr zufrieden. Auch, „weil in diesem Jahr kein richtiger Wahlkampf möglich war“. Sie bezeichnete Schulenburg als „lachenden Dritten“. Schulz und sie hätten sich Wähler-Stimmen speziell in der Einheitsgemeinde Osterburg gegenseitig weggenommen.

Wulf Gallert (Die Linke) sprach von einem enttäuschenden Wahlergebnis, „das im Trend des Landesergebnisses liegt. Dabei hatten wir im Norden sonst überdurchschnittliche Ergebnisse.“

Einen Grund für das schlechte Abschneiden sieht der gebürtige Havelberger in der Konkurrenz der Kandidaten im Wahlkreis. „Trotzdem werde ich mich weiter um die Dinge kümmern, die mich bisher beschäftigt haben. Denn im Landtag bin ich mit dem Listenplatz sechs ziemlich sicher drin“, machte Wulf Gallert deutlich.

„Das Hauptziel ist erreicht: Die FDP ist zurück im Landtag von Sachsen-Anhalt“, freute sich Jim Christiansen-Weniger (20) gestern Abend über das Wahlergebnis. Mit seinem persönlichen Abschneiden war der Student aus Königsmark, der für die Liberalen ins Ringen um das Direktmandat eingegriffen hatte, ebenfalls zufrieden. „Ich finde es schön, dass mir mehr Menschen als meine Eltern zugetraut haben, sie im Landtag in Magdeburg zu vertreten“, äußerte er.

Jacob Beuchel (SPD) ist „nicht glücklich. Mit dem einstelligen Ergebnis bin ich nicht zufrieden. Das weckt in mir aber den Eifer, als SPD stärker für die Menschen im Norden Sachsen-Anhalts da zu sein. Es gibt jede Menge zu tun“.

Für Hella Ueberschaer (Bündnis 90/ Die Grünen) ändert sich nach der Wahl nichts. „Für mich ist das Ergebnis nicht überraschend. Ich mache weiter wie vor der Wahl und setze mich besonders für die Ziele der Grünen in Bezug auf Gesundheitsversorgung und Bürgerräte ein.“