Arneburg l Nach der Premiere mit „Nobody Knows“ setzte die Stendaler Band „Tick2loud“ am Freitagabend die neu initiierte Kulturreihe auf der Arneburger „Corona-Bühne“ mit einem zweiten Konzert fort. Mitsingen war zwar tabu, stattdessen begleitete das Publikum das Geschehen auf der Arneburger „Corona-Bühne“ aber mit Klatschen und rhythmischen Bewegungen.

„Tick2loud“ lernte sich über die Leidenschaft zur Musik in der Musikerfabrik Frank Wedel kennen und gründete sich im Jahr 2016. Seitdem spielen die jungen Künstler unter anderem auf diversen Stadt-und Dorffesten, Hochzeiten oder Konfirmationen und machten so auch überregional auf sich aufmerksam. Zu ihrem Repertoire an Coversongs gehören beispielsweise Rock, Pop oder Schlager sowie eigene Songs, die sie auch dem Arneburger Publikum präsentierten. „Für unseren Auftritt heute haben wir im Vorfeld bereits eine feste Setlist geplant“, verriet Frontfrau Lea Charlott Hoffmann. „Hauptsächlich wird es Stimmungshits geben, denn wir sind selbst auch so happy, endlich wieder auftreten zu können.“

Dies unter corona-bedingten Auflagen: So war die Veranstaltung auf 100 Plätze und eine Spieldauer bis 22 Uhr begrenzt. Die Karten waren im Vorfeld schnell ausverkauft. Vor Ort war auch Max Heckel, der die „Corona-Bühne“ mit Unterstützung der befreundeten Familie Wetzel in Arneburg initiiert hat. „Wer das Projekt ,Corona-Bühne‘ finanziell unterstützen möchte, kann sich bei den jeweiligen Veranstaltungen einen Button zum Kaufpreis seiner Wahl sichern. Um das Ganze hier zu stemmen, mussten wir in Vorkasse gehen. Der Kauf eines Buttons soll sozusagen eine Spende zur Refinanzierung des Projektes sein“, erzählte Heckel. Ansonsten wurden wie bei der Premiere eine Woche zuvor mit „Nobody Knows“ über eine Kasse des Vertrauens Snacks sowie kühle Getränke angeboten.

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„Tick2Loud“ sorgte für einen stimmungsvollen Musikabend in Arneburg – für den Rest des Jahres wird man von der Stendaler Band aber eher weniger hören. Corona-bedingt seien in kleiner Bandbesetzung vor allem noch Auftritte auf Hochzeiten geplant „und eventuell Jugendweihen, wenn diese stattfinden“, verriet Lea Charlott Hoffmann. Um im nächsten Jahr wieder voll durchstarten zu können, nutzten die Musiker die Corona-Pause sinnvoll: „Wir haben viel geprobt und neue Songs geschrieben. Auch ein eigenes Video wurde abgedreht und es gab auch ein Livekonzert von uns auf Youtube“, erzählte die Sängerin. Im Namen ihrer Bandkollegen bedankte sie sich bei den Musikern von „Nobody Knows“, der Familie Wetzel sowie allen anderen Unterstützern dafür, dass „Tick2Loud“ auf der „Corona-Bühne“ auftreten konnte.

Am kommenden Wochenende bleibt es auf der „Corona-Bühne“ still. Die Kulturreihe wird am Freitag, 31. Juli, mit einer Lesung der Stendalerin Nora Knappe fortgesetzt – sie stellt ihr neues Buch „Darf ich Dir das Sie anbieten?“ vor. Die Lesung wird musikalisch von den „Kopinsky-Brothers“ umrahmt.