Werben l Allein auf dem Friedhof betrifft es rund 200 Fichten. Ein kleine Schonung an der Friedhofsmauer ist komplett vertrocknet, nur noch Efeu bringt Grün ins Bild. „Die zwei Dürrejahre waren zu viel“, sagt Bürgermeister Bernd Schulze (parteilos). Dass die Schäden allerdings ein so starkes Ausmaß annehmen, hätte Schulze sich nicht träumen lassen.

Auf dem Friedhof kommen zu den Fichten in der Schonung noch jene vor der Trauerhalle. Überdies ist das Freibad ein großes Problem. Eine Baumreihe zur Straße hin ist komplett vertrocknet, auch Fichten mittig auf dem Gelände sind kahl. „Und da müssen wir aufpassen, wenn die umkippen, fallen sie bis zum Eingangsbereich.“ Schulze erwähnt noch trockene Bäume im Lunapark und tote Pappeln am Wehl, „hier ne Birke, da ne Fichte, es vergeht nicht ein Tag, an dem kein Anruf kommt und oft müsste sofort etwas getan werden“.

Fällungen im Paket vergeben

Teilweise habe Schulze auch sofort reagiert. Dennoch versucht er nun, ein gutes Fällungs-Komplettpaket einzukaufen. „Ich hole gerade Angebote rein.“ Über die voraussichtlichen Summe möchte er noch nicht sprechen, „aber es wird sicher viel mehr Geld als uns lieb ist“. Gegenüber Dana Hoedt, der Kämmereichefin in der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, sagte er am Dienstagabend in der Stadtratssitzung: „Es hilft alles nichts, wir müssen das Geld irgendwo herbekommen, uns den Haushalt nochmal gemeinsam ansehen.“ Ins Paket aufgenommen werden sollen auch die vertrockneten Linden in der Räbelschen Straße. „Da müssen also schon welche mit großer Technik anreisen.“ Gegebenenfalls werde die Stadt im Freibad in Teilen schon früher tätig. „Wenn da ein Baum umfällt und uns das Bad gesperrt wird, haben wir gar nichts gekonnt.“

Wenn die Stadt Werben wenigstens gutes Geld für das Holz bekommen würde, aber da macht sich Schulze keine Hoffnung. Es ist einfach zuviel Holz auf dem Markt, man stehe ja mit dem Problem nicht alleine da. „Das Zeug will keiner haben.“

Aktuell vergehe kein Tag, an dem Schulze sich nicht mit dem Thema Totholz befasst. Auch fremde Menschen, die den Elberadweg fahren und irgendwo aktute Gefahr wittern, melden sich bei der Stadt.