Werben l Die Hansestadt ist angehalten, um jeden Euro zu ringen. Deshalb werden auch Parkplatz-Benutzer zur Kasse gebeten. Der Werbener Stadtrat votierte einstimmig bei zwei Enthaltungen für diese Einnahmen-Regelung, die sich allerdings nur auf große Veranstaltungen an der Elbe bezieht.

Wie Bürgermeister Bernd Schulze jüngst den Anwesenden bei der Stadtratssitzung sagte, habe er sich auch mit den Verantwortlichen des Arbeitskreises Werbener Altstadt (AWA) abgestimmt, die sich ebenfalls vorstellen könnten, für die Nutzung eingerichteter Parkplätze ein Entgelt zu verlangen.

Der AWA organisiert seit 2004 die beliebten Biedermeier-Christmärkte, seit 2006 hält auch der Biedermeier-Sommer in der mehr als 1000-jährigen Stadt Einzug. Speziell zu diesen beiden Veranstaltungen gibt es bei der Herrichtung von Parkflächen für die aus allen Richtungen anreisende Besucherschar einen Mehraufwand, den sich die Stadt künftig bezahlen lassen möchte. Die Stadträte diskutierten während der jüngsten Sitzung die Frage nach der Höhe des Betrages, wobei die Summe als fair und moderat eingeschätzt wurde. Letztendlich müssen die Nutzer von Parkplätzen zwei Euro berappen. Für Krafträder wird ein Euro fällig. Allerdings gebe es auch innerhalb des Rates Bedenken, dass sich einige Autofahrer dann auf der Suche nach anderen Flächen begeben, um das Geld zu sparen. Drei größere Flächen waren es in der Vergangenheit, die die Hansestadt während der Biedermeier-Tage für die auswärtigen Gäste bereithielt. Als Parkplätze dienten der Bereich an der ehemaligen Grundschule und des angrenzenden Sportplatzes, Flächen am alten Bahnhof und an der Parkstraße. Diese werden künftig kostenpflichtig. Übrigens würde diese Regelung auch bei anderen größeren Veranstaltungen in Werben zutreffen. Die Entgelte während des Havelberger Pferdemarktes (drei und zwei Euro) bleiben unangetastet.