Seehausen l Diese Nachricht hat der Seehäuser Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) gerne überbracht. „Wir sind Stand heute sehr, sehr gut aufgestellt mit der Kita Lindenpark“, äußerte er am Dienstag gegenüber dem Verbandsgemeinderat. Bezogen auf den Neu- beziehungsweise Anbau an das alte Kitagebäude. Rund 2,2 Millionen Euro sind dafür in den Haushalt eingestellt, 1,2 Millionen Euro davon kommen aus dem Stark-V-Förderprogramm. „Wir liegen aktuell deutlich unter den Kosten“, so Kloth. Woran es liegt? „Schwer zu sagen, vielleicht wurden die Kosten einfach gut geschätzt.“ Da die Baumaßnahme so viele verschiedene Gewerke vereint und ja ohnehin immer alles teurer wird als geplant, hätte die Verwaltung schon Schlimmes erwartet. Aber nein, Kloths Daumen zeigen aktuell nach oben. Vielleicht könne mit dem Geld sogar noch das Außengelände gestaltet werden.

Eine Arbeitsgruppe aus Eltern, Erziehern und sogar Kindern sei gerade dabei, einen Vorentwurf dafür zu gestalten. Landschafts-Architektin Anja Oppor unterstützt auf Honorarbasis und auch Christian Schwander von der gleichnamigen Gärtnerei ist in die Planungen mit einbezogen. „Was ich bis jetzt gesehen habe, gefiel mir“, so Kloth. Das Außengelände werde ähnlich dem an der Bialystoker Straße geplanten neuen Spielplatz einen sehr naturnahen Charakter haben. Aktuell sei die Baustelle ein wenig im Zeitverzug, „aber wir hoffen, dass wir das wieder aufholen können“. Als Fertigstellungstermin ist nach wie vor das erste Quartal 2021 avisiert. 130 bis 140 Kinder können dann in der Kita Lindenpark betreut werden. Im Idealfall schließen sich die Arbeiten am Außengelände dann gleich an, „das geht vorher nicht, das Areal muss ja erst richtig beräumt sein“, so Kloth. Der fertige Vorentwurf der „AG Außengelände“ würde in Bälde in Planungshände gelangen.

Gestern waren Bauarbeiter dabei zu beobachten, wie sie hoch oben Solar-Module befestigen. Rechtzeitig, bevor die künftige Kita ihr nach Süd-Westen geneigtes Flachdach bekam, hatten sich die Verantwortlichen um Kloth doch entschlossen, schon jetzt in eine Photovoltaikanlage zu investieren. Ursprünglich war daran gedacht, eine spätere Anschaffung zum Beispiel mit den entsprechenden Stromleitungen so weit vorzubereiten, dass die Technik jederzeit hätte montiert werden können.

Man hatte sich die Sache zwar kurzfristig, aber gründlich überlegt und von Fachleuten berechnen lassen. Die 25-kW-Anlage, die die Bauherren für rund 30 000 Euro bekommen, soll sich schon in sieben bis acht Jahren amortisiert haben. Und das nicht durch Einspeisung, sondern durch das Einsparen von Strom. Grundlage der Kalkulation ist der Verzicht auf Assietten-Essen zugunsten einer eigenen Küche, die die Mädchen und Jungen frisch, gesund, regional und ohne lange Transportwege versorgen soll.