Osterburg l Das Waldgebiet an der Straße nach Krumke verliert sein gewohntes "Gesicht“. Bis zu einer Tiefe von 15 Metern sollen im Teilstück zwischen der Einfahrt zum Vereinsgellände des Hundesportvereins und dem Beginn des asphaltierten Radweges sämtliche Bäume gefällt werden, „vermutlich innerhalb der nächsten vier Wochen“, schätzte Bauamtsleiter Matthias Köberle ein. Er hatte am Montagabend im Bauausschuss Stadträte und sachkundige Einwohner über das Vorhaben informiert, das die Kommune auf Anraten der für das Gebiet zuständigen Forstbetriebsgemeinschaft in Angriff nehme.

Grund: Die Trockenheit der zurückliegenden Sommer sowie der Borkenkäfer hätten den dort stehenden Bäumen arg zugesetzt, sagte Köberle. Nachdem zuletzt bereits häufiger Trockenholz entfernt werden musste, das unter anderem auf den Radweg zu fallen drohte, müsste die Kommune demnächst im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht diverse weitere Äste herunternehmen. Und das in einem Ausmaß, „das nicht mehr vertretbar ist. Der Wald stirbt auf Raten“, erklärte der Bauamtsleiter. Bevor man dort in absehbarer Zeit nur noch kranke Hölzer verwalte, nehme die Kommune den laut Köberle ohnehin unabdingbaren Schritt vorweg und bis zu einer Tiefe von 15 Metern sämtliche Bäume herunter. Und dies zu einem Zeitpunkt, „in dem wir noch mit geringen Erträgen aus dem Holzeinschlag rechnen können“, sagte der Bauamtsleiter.

Klar ist nach Köberles Angaben zudem: Nach der Wegnahme der Bäume soll in dem Bereich wieder aufgeforstet werden. Allerdings nicht mit Bäumen, „sondern mit Hecken und Sträuchern. Wir wollen dort einen natürlichen Waldsaum schaffen. Damit verschiebt sich auch der eigentliche Waldrand 15 Meter von Radweg und Straße“, kündigte der Bauamtsleiter an.