Erxleben l Die Möllendorfer Straße verliert sich irgendwo in der Feldmark, teilt sich dann in die Richtungen Düsedau und Möllendorf. Ein idyllisches Fleckchen Erde mit sympathischen Menschen.

14 Mitglieder dieser, man kann schon sagen verschworenen Gemeinschaft, verlebten nun ein paar gemütliche Stunden bis weit in die Dunkelheit. Neun Familien leben an dieser mit altertümlichen Kopfsteinen gepflasterten Straße; und diese Steine sollte man ihnen um des Himmels Willen nicht nehmen. Sie gehören einfach dazu, erinnern an das Bild früherer Dorfstraßen, und wer sein Gefährt schonen will, braucht nur vernünftig darauf zu fahren.

Zur Runde dazu gehört auch Familie Urbschat, die an der Düsedauer- Ecke Möllendorfer Straße wohnt und sich seit vielen Jahren mit dieser kleinen Gemeinschaft eng verbunden fühlt. Urbschats waren an diesem Abend erst später dazu gestoßen. Aus zeitlichen Gründen hatten einige andere bedauerlicherweise gar nicht mitfeiern können.

Bilder

Am längsten, nämlich seit 1949, wohnt der 68-jährige Bodo Fricke hier, immer noch in seinem Elternhaus. Jüngstes Mitglied der Feiernden war übrigens Emma, zehn Monate alt und Enkeltochter von Fritz Schulz. Sie war mit ihren Eltern Benny Schulz und Maria Greiner aus Oebisfelde angereist. Benny ist in Erxleben aufgewachsen. Auch gute Freunde aus Rathenow hatten sich eingestellt. „Sie feiern immer gern mit uns und sind uns natürlich willkommen“, machte Bodo Fricke deutlich.

Mitorganisiert hatten das Fest Dieter und Heidi Harwart sowie Bodo Fricke. Nach Terminabsprache und Festlegung, wer was mitbringt – denn für Essen und Trinken hatten alle zu sorgen –, hatte Astrid Böttcher die Fete gewissermaßen koordiniert. So waren leckere Dinge auf die Tische gekommen, unter anderem Gehacktespfanne, gegrillte Hühnerkeulchen, Schwarzbrottorte, gebacken von Vera Fricke, Knabbergebäck und noch so manches andere.

Bodo Fricke hatte das Fest mit einer kurzen Begrüßung eröffnet. „Ich danke, dass wer kommen konnte, gekommen ist“, sagte er unter anderem. „Ich denke, dass es wieder so gemütlich wird, wie die bisherigen Straßenfeste, und wir unsere Freundschaft weiter festigen und noch enger zusammenrücken.“