Hassel l Die Teilnehmergemeinschaft des Flurneuordnungsverfahrens Hassel kann die ersten Haken setzen. Der landwirtschaftliche Verbindungsweg von Hassel nach Sanne, jener von Hassel bis Gemarkungsgrenze Jarchau sowie der Weg von Hassel nach Sanne parallel zur Bahn (Braunlandweg) sind übergeben worden. Sie wurden mit Betonspurbahnen versehen.

Bis hierher lief alles wie geplant, fortfolgend stehen dem Verfahren laut Hans-Joachim Kricheldorf, dem Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, aber Änderungen ins Haus. Basis dafür ist ein Beschluss des Gemeinderates Hassel vom Februar: Das Gremium möchte im Rahmen des Verfahrens den Weg vom Bahnhof Hassel bis Chausseehaus mit Betonspurbahnen ertüchtigen, was vorher nicht auf dem Plan stand. Hintergrund ist, dass sich die Kommune eine Verbesserung für die Radfahr-Infrastruktur erhofft.

Zwar hat die Teilnehmergemeinschaft im Verfahren die Auflage, die vorbereitenden Maßnahmen für einen Radweg parallel zur Kreisstraße von Chausseehaus bis Wischer zu treffen, aber der Gemeinderat glaubt nicht daran, dass der Landkreis diesen Radweg auch nur bis nach Hassel bauen wird. Deswegen Plan B: Ertüchtigung des Weges Hassel-Chausseehaus parallel zur Bahn „und dann können die Radfahrer im Anschluss den Braunlandweg nehmen“, so Kricheldorf. Dieser führt fast bis nach Wischer heran. Die Neujustierung hat Folgen für den weiteren Wegebau: Die Wege vom Dorfgemeinschaftshaus Hassel gen Waldbad Wischer und die Verbindung zur Landstraße Richtung Billberge werden nun nicht ertüchtigt. Vom Schwarzen Weg werden nur 200 Meter erneuert.

Unangetastet bleiben die Ertüchtigungen der Verbindung von Chausseehaus Hassel zur Uchte und des verlängerten Weges An den Linden in Wischer.

Bis zu zwei Millionen Euro wird investiert

Die Verfahrensänderung ist bereits beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten beantragt, die Signale sind positiv. Die Teilnehmergemeinschaft hofft, dass der Landkreis sie von der Auflage zur Radweg-Vorbereitung entlang der Kreisstraße befreit. Immerhin, so betont Kricheldorf, würden ohne einen dort verlaufenden Radweg zweieinhalb Hektar Ackerland gespart.

Die Kosten für die drei Wege betrugen 600 000 Euro, insgesamt sind 1,5 bis 2 Millionen Euro veranschlagt. Die Maßnahme ist zu 90 Prozent von Bund, Land und EU gefördert. Den Rest trägt die Teilnehmergemeinschaft, zu der mit 40 Hektar Land auch die Gemeinde Hassel um Bürgermeister Alf Diedrich (CDU) gehört.