Seehausen l Dass die Stadt und Verbandsgemeinde Seehausen gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Autobahnbau von der Vielbaumer Kreuzung bis zur Elbe klagen wollen, ist dem mangelnden Entgegenkommen des Planungsträgers bei Nebenkriegsschauplätzen (unter anderem Lärmschutz, Radwegebau oder Sanierung von Nebenstraßen) zu verdanken. Die große Mehrheit der Kommunalpolitiker ist weiter für den Bau der Bundesschnellstraße. Und so wird im Rathaus auch weiter daran gearbeitet, ansiedlungswilligen Firmen Flächen vor Ort zu bieten.

Bekanntlich soll in der Nachbarschaft zur künftigen A 14 nördlich der Hansestadt und mit Anbindung an das Gewerbegebiet „An den langen Stücken“ ein entsprechendes Areal erschlossen werden. Letzteres wurde vom Verbandsgemeinderat mittlerweile aber wieder von zwischenzeitlich 85 auf reichlich 30 Hektar verkleinert, weil der Bedarf gegenüber dem Landesverwaltungsamt als genehmigende Behörde nicht nachzuweisen war.

Teil der Zukunftsvision in Form eines Flächennutzungsplanes sind übrigens auch die Expansionspläne von Grapel am anderen Ende der Stadt. Der Metallbauer will sein jetziges Areal entlang der alten B 189 sozusagen spiegeln und damit perspektivisch verdoppeln.

Bevölkerung eingebunden

Um die Bevölkerung früh in das Verfahren einzubeziehen, wird die Öffentlichkeit schon jetzt in die Vorentwürfe zu den Änderungen der Flächennutzungspläne einbezogen. Das bedeutet, dass die entsprechenden Papiere und Lagekarten vom kommenden Dienstag, 25. Juni, für vier Wochen bis Mittwoch, 24. Juli, zu den üblichen Sprechzeiten im Seehäuser Bauamt öffentlich zur Einsicht ausgelegt werden.

Die Sache dürfte neben Anliegern vor allem Eigentümer der betreffenden Flächen interessieren, die zum Beispiel mit einen Verkauf liebäugeln. Ein Großteil der Flächen befindet sich in Privathand. Die Erschließung wird auf kommunalen Flächen gestartet. Die Erfahrung zeige, dass es einer Initialzündung bedarf, um Gewerbetreibende oder Industriebetriebe anzulocken, so Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth.

Letzterer ließ auch durchblicken, dass man dran sei, das schon oft angesprochene Werbeschild für das Gewerbegebiet mit Autobahnanschluss an der B 189 aufzustellen. Eine Fläche zwischen der Arendseer Straße und der Vielbaumer Kreuzung, die gesetzliche Vorgaben wie den Mindestabstand zur Fahrbahn erfüllt, scheint gefunden zu sein. Der Energie-Dienstleister Avacon habe signalisiert, einen Mast zur Verfügung zu stellen. Wenn klar sei, wie standsicher die Konstruktion aus Beton oder Stahl ist, könne unter Berücksichtigung der Windlast die Größe des Schildes gewählt werden. Die Fläche sei wiederum dafür entscheidend, wie viel Platz für Informationen da ist, die einprägsam sind und im Vorbeifahren aus beiden Himmelsrichtungen erfasst werden müssen.