Priemern l Zum Jubiläum konnte Geschäftsführer Christoph Lenz zahlreiche Gäste im großen Festzelt begrüßen. Dazu zählten unter anderem Landrat Carsten Wulfänger, Bürgermeisterin Annegret Schwarz (Bismark) sowie die Bürgermeister Rüdiger Kloth (Verbandsgemeinde Seehausen) und Nico Schulz (Osterburg).

Nicht viele hätten vor 20 Jahren geglaubt, dass sich das Sozialtherapeutische Zentrum zu einer Erfolgsstory entwickelt, blickte Lenz auf die Anfänge zurück. Der Geschäftsführer dankte vielen Weggefährten, die der Feierstunde beiwohnten. Und den Mitarbeitern, die bisher immer alle Probleme meistern konnten. Priemern wäre nur die Hülle, so Lenz. Es seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Stätte mit Leben und Liebe ausfüllen.

Dem schloss sich auch Landrat Carsten Wulfänger an. Als der Landkreis das Gut erwarb, sei der Kauf mit der Sicherung von 17 Arbeitskräfte verbunden gewesen. Heute wären im Sozialtherapeutischen Zentrum 135 Mitarbeiter tätigt. Möglich geworden sei dies auch nur durch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Stendal und dem Paritätischem Wohlfahrtsverband als Träger des Gutes. „Wir sind heute sehr froh darüber, dass wir diese Einrichtung haben“, bekräftigte Wulfänger. Sein besonderer Dank ging an Uwe und Christoph Lenz, die sich beide sehr stark eingebracht und so in der Region ein Schmuckstück geschaffen haben. Dem stimmte auch Andrik Krüger, der stellvertretende Landesgeschäftsführer des Paritätischen Landesverbandes, zu. Krüger befand, dass aus einer Idee eine stattliche Gesellschaft geworden sei.

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Uwe Lenz, faktisch der Initia­tor und „Geburtsvater“ des Zentrums, erinnerte ebenfalls an die Gründerjahre. Er dankte den Politikern für die Unterstützung und den Mitarbeitern dafür, wie sie sich einbringen. Lenz wünschte ihnen die Kraft, die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern.

Die Seehäuser Blasmusikanten eröffneten dann das Programm. Es folgte die Plattdeutschgruppe der Flessauer Grundschule. Live-Musik gab es auch von der Band „Average Forty“ aus Parchau. Kinder aus der Tagesstätte Bretsch hatten ihren Auftritt und beim Oldtimer Stammtisch aus Calberwisch konnten die Besucher eine Ausstellung von Fahrzeugen, Dresch- oder Dampfmaschinen bestaunen. Ausführlich stellten die Gastgeber das Gut und seine sechs Außenbereiche vor. Bei Rundgängen gab es Informationen über die Geschichte und über Betreuungsangebote. Seit 1997 leistet das Sozialtherapeutische Zentrum Hilfe und Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Dort erhalten Menschen mit Sucht­erkrankungen sowie Kinder und Jugendliche mit seelischen Beeinträchtigungen und schwierigem sozialen Hintergrund lebenspraktische Hilfen. Sie werden auf ein selbständiges Leben vorbereitet. Auf 16 Hektar bietet das Gut Platz und Möglichkeiten für zahlreiche Therapien, unter anderem in der Gärtnerei und in der Kleintierhaltung. Derzeit werden 109 Menschen im Alter zwischen 15 und 83 Jahren betreut.