Königsmark l Von Haus zu Haus die Straße entlang? Oder lieber den Abstecher in den Wald? Oskar (7) musste nicht lange überlegen, welchem der beiden Beutezüge er den Vorzug geben würde. „In den Wald“ antwortete er, während sein Kumpel Joey (6) tapfer nickte: „Ich gehe da auch mit.“ Und Mut war schon vonnöten. Denn die Jungs ahnten voraus, dass ihnen der Ausflug an den Königsmarker Dorfrand Schreckmomente bescheren würde. Schon allein die Dunkelheit im Wald war nicht ohne, weil die Taschenlampen ausgeknipst blieben. Und dann taten sich in der Finsternis Überraschungen wie ein frisch ausgehobenes „Grab“ auf. Die Gestalt, die sich dort erhob, entpuppte sich aber zum Glück als ein bekanntes Gesicht. Es handelte sich um Malte Bahlecke, der mit anderen Jugendlichen die eine oder andere gruselige Einlage für die Waldtour auf die Beine gestellt hatte.

Abseits von Gänsehaut brachte dieser Weg aber auch jede Menge Süßes ein. Schließlich führte der Spazierweg über Königsmarker Nebenstraßen. Und die dortigen Bewohner ließen sich nach der Aufforderung „Süßes oder Saures“ nicht lange bitten. Sie rückten schmunzelnd jede Menge Naschwerk heraus. Natürlich spendierten die Anwohner der Ortsdurchfahrt ebenso reichlich. Sie wurden von der zweiten Hallo­weengruppe, den jüngsten „Gruselgestalten“ und ihren erwachsenen Begleitern, besucht.

In welchem Beutel die Beute landet, ist in Königsmarkern Nebensache. Denn am Zielort der Beutezüge, am Dorfgemeinschaftshaus, „werden die Süßigkeiten eingesammelt, um sie dann an alle Kinder zu verteilen“, erzählte Ute Roefe. Damit war die Halloweenparty des Kultur- und Sportvereins der Altgemeinde Königsmark aber längst noch nicht zu Ende. Ganz im Gegenteil. Während die Kinder herumtobten, saßen die Erwachsenen, unter die sich auch Bewohner der benachbarten Heilpädagogischen Einrichtung gemischt hatten, noch lange gemütlich zusammen.

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