Planer vor Ort

Hassel soll eine neue Kindertagesstätte erhalten

Die Gemeinde Hassel wünscht sich eine neue Kindertagesstätte, die das aktuelle Domizil im ehemaligen Landschulheim ablösen soll. Für Hassels Bürgermeister Alf Diedrich ist die Frage nach dem Standort geklärt.

Von Ingo Gutsche
Bekommen die ?Feldmäuse? in Hassel ein neues Domizil? Die Gemeinde wünscht sich eine neue Kindertagesstätte.
Bekommen die ?Feldmäuse? in Hassel ein neues Domizil? Die Gemeinde wünscht sich eine neue Kindertagesstätte. Foto: Ingo Gutsche

Hassel - Modernere Bedingungen für die Jüngsten im Ort: Das wünschen sich Hassels Bürgermeister Alf Diedrich (CDU) und die Ratsmitglieder im Ort. Der Neubau einer Kindertagesstätte ist ein großes Wunsch-Projekt, deren Konzept so langsam Fahrt aufzunehmen scheint. Bei einem Treffen präsentierte Diedrich einem Planer den für den Neubau auserkorenen Standort. An dieser Gesprächsrunde nahm außerdem Simone Kuhlmann, Leiterin des Fachbereichs Gemeindeentwicklung bei der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, teil. Schließlich ist die Verbandsgemeinde Träger der Kindertagesstätten und somit für das Projekt in Hauptverantwortung.

„Der Planer erachtet das Gelände als sehr gut“, sagt Diedrich zum möglichen Platz der neuen Kita. An der ehemaligen Stelle der alten Tagesstätte, die bis Anfang der 90er Jahre als Betreuungsort für die Kinder im Ort fungierte, soll der Neubau erfolgen. Für den Bürgermeister ist damit die Standort-Frage geklärt. Das künftige Domizil hätte „keinen Berührungspunkt mit einer Straße, was natürlich ein Vorteil ist“.

Es ging während der Runde um Ideen, welches Bild die neue Kindertagesstätte abgeben könnte. Flachbau, barrierefrei, in der Mitte von Gebäudeteilen der Spielplatz. „Eventuell ein Holzbau“, sagt Diedrich. Aber endgültig sei noch nichts. Er würde lieber heute als morgen mit dem Projekt startet, weiß, das dahingehend noch einige Beschlüsse vonnöten sind. „Vielleicht“, so hofft der Ortschef, „könnte Mitte nächsten Jahres der Startschuss erfolgen“. Die Bedingungen in der aktuellen Kita schätzen Bürgermeister und Räte als nicht ideal ein. Das ehemalige Landschulheim ist seit Mitte der 90er Jahre der Kitaort. Die kleinen „Feldmäuse“ verteilen sich auf Erd- und Obergeschoss. Zudem ist die Kindertagesstätte beliebt, es gibt viele Nachfragen. 40 Mädchen und Jungen werden dort aktuell betreut.

Die Gemeinde möchte gewappnet sein. Es gibt mehrere Interessenten, die sich nach Bauplätzen in Hassel und in Wischer erkundigen, sagt Alf Diedrich. Deshalb soll auch ein neues Baugebiet in Nachbarschaft des Sportplatzes ( Weidenplan 2) erschlossen werden. „Das ist in Arbeit“, so Diedrich. Der Investor habe sich mit einem Planer in Verbindung gesetzt. Das Positive: Für das Wohngebiet „muss kein Baum gefällt werden“. Der Bürgermeister weiß von in der Gemeinde lebenden Familien, deren Kinder wieder zurück in die Heimat wollen. Die Folge: Die Zahl der zu betreuenden Mädchen und Jungen wird steigen. Die künftige Tagesstätte solle nach Ansicht von Diedrich „50 Plätze und mehr“ enthalten.

Mit dem Projekt könnten auch Räume für eine mögliche Tagespflege entstehen. Dieses befindet sich jedoch noch in den Kinderschuhen. Die Verbandsgemeinde unterstützt die Bestrebungen der Gemeinde: Im Haushaltsplan für das Jahr 2023 ist ein Planwert von 2,25 Millionen Euro enthalten. Verbandsgemeinde-Bürgermeister René Schernikau (parteilos) hofft, dass im Herbst das Konzept vorliegt – dann werden sich die Verbandsgemeinderäte intensiver mit dem Neubau-Projekt in Hassel beschäftigen.