Rathsleben l „Wenn man als Bürgermeister in nur drei Jahren eine halbe Million Euro in Spielplätze investieren kann, muss man ja zufrieden sein.“ Das sagt Bernd Prange, der die Geschicke der Gemeinde Altmärkische Höhe leitet. Und für den und dessen Gemeinderat der Haushaltsbeschluss am Dienstagabend in Rathsleben sehr wichtig war. Das Zahlenwerk samt Fortschreibung der Konsolidierung abgenickt, haben die Ratsmitglieder nämlich gleich die Vergaben für die Spielplätze in Heiligenfelde, Gagel, Kossebau, Wohlenberg und Dewitz festgezurrt. Insgesamt 186.000 Euro fließen 2019 in Spielgeräte und alles Drumherum, wobei bestehende Spielplätze aufgewertet werden oder wie in Kossebau auch ganz neu entstehen. 75 Prozent der Kosten sind gefördert. „Wir haben auch vorher nur mit Förderung gebaut.“ Etwas Glück sei dabei gewesen, auch ein bisschen taktierendes Abwarten.

Neben den Ausgaben für die Spielplätze fließen in diesem Jahr weitere rund 140.000  Euro in investive Maßnahmen. Teils für bereits realisierte Vorhaben, etwa die Fertigstellung der Trauerhalle Stapel oder des Gehwegs Gagel, teils in noch Umzusetzendes: die weitere Umstellung auf LED, die Fertigstellung des Gehwegs Einwinkel und als größerer Brocken noch der Neubau einer Trauerhalle in Boock für 64.000 Euro, wovon wiederum 75 Prozent gefördert sind.

Da geht also etwas in der Höhe. Auch, was den Ergebnishaushalt betrifft. Das zweite Jahr in Folge hat die Kommune einen ausgeglichenen Haushalt beschlossen. Dieser steht mit 130.000 Euro im Plus. Indes stehen die doppischen Fehlbeträge (aus haushalterisch abgeschlossenen Vorjahren) noch bei gut 200.000 Euro. Aber der Trend geht nach oben. „In Spitzenzeiten lag die Höhe bei rund 460.000 Euro“, sagt Kämmerei-Chefin Katrin Neuber. Gesetzt den Fall, die Gewerbesteuern entwickeln sich weiterhin so positiv, könne die Höhe bis Ende 2020 an dieser Stelle komplett raus sein. Und auch den Liquiditätskreditrahmen will sie bis spätestens 2022 erreicht haben, womit gleicherzeitig die so genannten kameralen Altfehlbeträge in Höhe von rund 300.000 Euro erledigt wären. Immer unter der Prämisse, dass alles weiter so gut laufe. „Der Haushalt steht und fällt mit den Gewerbesteuern“, sagt Katrin Neuber. Laut Plan schafft es die Altmärkische Höhe also bis 2022 aus eigenen Kräften aus der Konsolidierung. Ohne eine Umschuldung, von der etwa die Wische Gebrauch machen muss, damit sie in den genehmigungsfreien Liquiditätskreditrahmen kommt.

Ein Baustein, auf den anderen Kommunen weniger oder gar nicht setzen können, sind Sponsoringgelder. 50.000 Euro plant die Verwaltung fest in den Haushalt mit ein. Es ist laut Bernd Prange das Geld aus der Windkraft. „Wenn die Leute hier den Nachteil durch die Räder haben und den haben sie, sollen sie auch von ihnen profitieren. Sonst geht‘s nicht auf.“

Daumen hoch also in der Höhe, deren Haushalt verbandsgemeindeweit der zuletzt beschlossene ist. „Wir haben eine positive Gesamttendenz. Wenn auch in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, sehe ich für alle sechs Haushalte Licht am Ende des Tunnels“, sagt Katrin Neuber.