Werben l Dana Hoedt, Kämmerin der Arneburg-Goldbecker Verbandsgemeinde, machte die Stadträte um Bürgermeister Bernd Schulze (parteilos) mit den Zahlen des Etats vertraut und musste leider ein Minus im Ergebnishaushalt vermelden: Eine Summe von 76 300 Euro fehlt, um diesen auszugleichen. Auch wenn die Rücklage „noch nicht zu 100 Prozent“ dem Endwert entspräche, da beispielsweise noch Abschreibungen berücksichtigt werden müssten, stelle sie sich gut dar. Die Hansestadt konnte aus den Vorjahren eine Summe von rund 900 000 Euro ansparen. Deshalb entschieden sich die Stadträte, die noch fehlende Summe aus der vorläufigen Rücklage zu verwenden.

Schlüsselzuweisungen vom Land gibt es 2021 weniger als im Vorjahr. Grund ist die gestiegene Steuerkraft der Kommune, die von dieser Zuweisung abhängig ist. Die Kämmerin rechnet mit rund 360 000 Euro, die die Stadt vom Land einplanen kann. Im vorigen Jahr gingen 25 000 Euro mehr auf das Stadt-Konto. An den Kreis fließt die Umlage in Höhe von 373 000 Euro. An die Verbandsgemeinde müsse die Hansestadt eine Umlage von rund 237 000 Euro entrichten.

Die Kommune möchte in diesem Jahr in den Ländlichen Wegebau investieren. Ein entsprechender Antrag auf Fördergelder soll gestellt werden. Und nur wenn die finanzielle Unterstützung fließt, wird die Hansestadt in diesem Bereich aktiv. Als Eigenmittel sind 70 000 Euro im Etat enthalten. Welcher Weg saniert werden soll, müsse der Stadtrat noch entscheiden, sagte Bernd Schulze. Ähnlich verhält es sich mit der Bushaltestelle im Ortsteil Giesenslage, die sich künftig moderner präsentieren soll. Auch bei dieser geplanten Investition setzt die Hansestadt auf Fördermittel. Als Eigenmittel sind 10 000 Euro eingeplant.

Den Ansatz bei der Anschaffung kommunaler Technik veränderten die Werbener Stadträte: So plant die Kämmerin 50 000 Euro für den Erwerb von Rasentraktor, Freischneider & Co. ein. Ebenso sind Gelder für Spielplätze (5000 Euro) und für die Stadtsanierung (272 000 Euro) im Haushaltsplan berücksichtigt worden. Das Geld für die Bootsslipanlage im Werbener Hafen wurde zunächst mit einem Sperrvermerk versehen. 10 000 Euro waren dafür vorgesehen. Motorboote könnten mit dieser Anlage in den Buhnenhaken gelassen werden. Die Nachfrage sei groß, hieß es während der Sitzung.

Da die Kommune mit dem Haushaltsbeschluss schon etwas in Verzug sei, entschloss sich der Werbener Stadtrat nach der ersten Lesung zu einer Abstimmung. Und diese fiel deutlich aus: Sieben Stadträte votierten für den 2021er Haushaltsplan. Ein Duo enthielt sich der Stimme und ein Stadtrat war dagegen.