Arneburg l Der Kultur- und Heimatverein aus Arneburg regte ein Heinrich-Denkmal an. Der frühere Herzog von Sachsen und König des Ostfrankenreiches ließ im 10. Jahrhundert mehrere Burgen an der Elbe bauen, darunter auch die Arneburg. Die Idee der Mitglieder des Heimatvereins, die für eine mögliche Realisierung stets das große Jubiläum im Jahr 2025 im Blick haben, wenn die Stadt 1100-jähriges Bestehen feiert, griffen die Stadtväter auf und setzten sich bereits mit einem Künstler in Verbindung.

Metallbildhauer Eckhard Herrmann aus Eberswalde schuf mehrere Entwürfe mit der Figur Heinrich I. und präsentiert diese am Donnerstag ab 18 Uhr in der Arneburger Stadthalle. Herrmann fertigt überwiegend Skulpturen, Plastiken und Modelle sowie Metallbilder aus verschiedenen Materialien an, bevorzugt Kupfer, Edelstahl, Messing, Stahl, Aluminium, Naturstein und Emaille. Der Künstler, der spezialisiert ist auf architekturbezogene Kunst im Innen- und Außenraum, möchte seine Handschrift in Arneburg hinterlassen. Herrmann, der an der Burg Giebichenstein (Halle) studierte, bringt acht Entwürfe mit in die Altmark. „Ich habe mich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt“, sagt er im Vorfeld. Unter anderem besuchte er die Ausstellung über „Heinrich, den Vogler“, wie er auch genannt wird, in Quedlinburg. Es gebe nur sehr wenige bildhafte Darstellungen von ihm.

Eckhard Herrmann, der bereits mehr als 50 lebensgroße Figuren schuf, favorisiert für das Arneburg-Denkmal eine spezielle Art der Metallverformung aus Kupfer. Zu den acht Entwürfen (Zeichnungen) können an dem Abend auch zwei 25 Zentimeter große Modelle in Augenschein genommen werden. Das spätere Denkmal soll etwa 2,20 Meter groß und von der Elbe aus sichtbar sein. Dazu regt der Künstler an, dass es in den Abendstunden in Licht eintauchen könnte. Aus sogenannten Kupfertreibarbeiten, wie sie Herrmann auch für Arneburg im Blick hat, entstanden auch die Quadriga in Berlin oder selbst die Freiheitsstatue in New York. Welcher Entwurf nun für den Burgberg „gewinnt“, wird der Stadtrat entscheiden. Trotzdem würde sich der Bürgermeister bei der Präsentation über viele Einwohner freuen.

Die von Historikern benannte Jahreszahl 925 gilt als die wahrscheinlichste Geburtsstunde von Arneburg. Dafür war Heinrich I. maßgeblich verantwortlich.