Osterburg l Wenn sich am Dienstag, 19. November, der Finanzausschuss des Stadtrates zur Versammlung trifft, haben die Politiker auch einen Osterburger „Dauerbrenner“ auf dem Zettel. Denn offensichtlich scheint es der Kommune jetzt ernst mit dem Anliegen, einen sen­siblen Bereich der Innenstadt per Videoüberwachung besser im Blick zu behalten.

Dabei handelt es sich um den August-Hilliges-Platz. Dort war es in den zurückliegenden Jahren immer wieder zu mutwilligen Verschmutzungen oder Beschädigungen gekommen. In der Beschlussvorlage für die Politiker, in der sich die Verwaltung für den Erwerb der Videoüberwachungsanlage ausspricht, sind Vorfälle wie die regelmäßigen Zerstörungen von Papierkörben, Hinweisschildern, Bäumen oder öffentlichen Telefon­anlagen aufgelistet. Zudem würden vor Ort immer mal wieder Glasflaschen zu Bruch gehen, „so dass Scherben am Wasserspiel liegen, welches im Sommer oft von Kindern barfuß betreten wird“, heißt es in der Begründung für den Erwerb der Videotechnik.

Von der Überwachungsanlage verspricht sich das Rathaus vor allem eine vorbeugende Wirkung. Klar sei auch, dass die Aufzeichnung der Daten nach gültigen Rechtsnormen erfolge. Aufgezeichnete Bilder sollen auch nur dann ausgewertet werden, wenn auf dem Hilliges-Platz ein Schadensereignis vorgefallen sei. Laut Osterburger Verwaltung sollen sich die Kosten für die Anschaffung der Videotechnik auf 11 000 Euro belaufen, abseits sei mit jährlichen Kosten in Höhe von 500 Euro für den notwendigen Internetanschluss zu rechnen, heißt es in der Beschlussvorlage, über die zuerst der Finanzausschuss berät. Das am kommenden Dienstag, 19. November, ab 19 Uhr im Sitzungsraum des Verwaltungsgebäudes, Ernst-Thälmann-Straße 10. Die Zusammenkunft der Finanzpolitiker ist öffentlich.