Seehausen l Noch ist die Technik der Wasserwehr, die die Verbandsgemeinde Seehausen von Gesetz wegen unterhalten muss, etwas dezentral und zum Großteil in einem gemietetem Lager untergebracht, aber der Bau einer eigenen Halle auf dem Gelände der hansestädtischen Feuerwehr rückt immer mehr in greifbare Reichweite. Inzwischen gibt es vom Notstromaggregat, über Sandsacksfüllmaschinen, Transporter und leistungsfähigen Pumpen bis zum Landungsboot neue Technik für über eine halbe Million Euro unterzubringen, die das Land in zwei Jahresscheiben mit 80 Prozent gefördert hat und die im Ernstfall der Wasserwehr und deren Unterstützern helfen soll, rund 110 Kilometer Deiche an Elbe und Aland zu schützen (wir berichteten).

Nachdem vor ein paar Wochen der Fördermittelbescheid für das auf 250 000 Euro bezifferte Vorhaben im Rathaus eintrudelte und der kommunale Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent längst haushaltstechnisch eingeplant ist, haben sich Verbandsgemeinde, Stadt und sonstige Träger öffentlicher Belange über Ausmaße und den genauen Platz für die unbeheizte, aber isolierte Industriehalle geeinigt.

Stahl-Blech-Konstruktion

Darüber informierte Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth jetzt seine Ratsmitglieder. Demnach wird das logistische Zentrum für die Deichverteidigung so dicht wie möglich in die süd-östliche Ecke des städtischen Grundstückes gerückt, das kürzlich über Mittel aus dem Hochwasserschadensbeseitigungsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt neu befestigt wurde. Die Stahl-Blech-Konstruktion soll mit 36 mal 12 Metern für eine Stellfläche von 432 Quadratmetern sorgen. Womit die Halle deutlich kleiner als das Gerätehaus ist und in Richtung Bahnlinie sozusagen in die zweite Reihe rückt.

Farbe ist noch offen

Dachform und Ausrichtung erfolgt analog zum Feuerwehrdepot, was auch auf die Höhe des neuen Gebäudes und die Tore in Richtung Otto-Nuschke-Straße zutrifft. Alles andere wäre auch wegen des Gefälles des Vorplatzes unlogisch.

Offen ist nach wie vor die Farbe der neuen Halle. Das Thema dürfte demnächst beim städtischen Bauausschuss auf die Tagesordnung rücken.