Osterburg l Der maximal auf 120 Mädchen und Jungen ausgelegte Hort auf dem Schulgrundstück an der Hainstraße platzt aus den sprichwörtlichen Nähten. Und die bisherige Hort-Außenstelle in der Förderschule „Anne Frank“ steht jährlich neu auf dem Prüfstand, weil der Landkreis die Räume möglicherweise selbst benötigt. Aus diesem Grund sucht die Einheitsgemeinde Osterburg nach einer Alternative für die Außenstelle.

Dafür war vor wenigen Wochen das bisher von der Kita der Borghardtstiftung genutzte Grundstück an der Ballerstedter Straße im Gespräch. Grund: Die Kitaknirpse stehen kurz vor dem Auszug, die Tagesstätte der Borghardtstiftung wechselt demnächst in das Osterburger Altneubaugebiet. Dort ist am Otto-Nuschke-Weg ein völlig neues Kita-Gebäude entstanden. Mit dem Wegzug der Kinder und ihrer Erzieherinnen stünde das bisherige Kita-Gelände an der Ballerstedter Straße für eine neue Nutzung zur Verfügung. Doch nach einer gemeinsamen Begehung von Stadt und Landkreis sowie einer Prüfung durch die Fachbehörde im Stendaler Landratsamt steht fest: Eine Perspektive als Hort hat das Grundstück nicht. „Es müsste in Größenordnungen umgebaut werden. Für eine Zwischenlösung, wie wir sie für den Hort suchen, wäre dieser Aufwand zu hoch“, begründete Anke Müller, Amtsleiterin für Verwaltungssteuerung und Demografie in der Osterburger Stadtverwaltung. Nicht nur im Gebäude. selbst am Spielplatz müsste Hand angelegt werden, sind die heute dort stehenden Geräte doch eher für Kleinkinder gedacht.

Vom Tagesstätten-Grundstück an der Ballerstedter Straße hat sich die Einheitsgemeinde gedanklich verabschiedet, zwischenzeitlich ist aber auch eine zweite Alternative abgehakt. Da die nur eine Handvoll Meter von der Grundschule entfernte Kreisvolkshochschule nicht vollständig ausgelastet sei, „hätten wir dort gern ein paar Räume in Beschlag genommen“, sagte Anke Müller.

Für den Landkreis Stendal als Träger der Kreisvolkshochschule habe dies aber keine Option dargestellt. Deshalb bleibe es vorerst bei der Außenstelle in der Förderschule, in der 40 Drittklässler betreut werden. „Wir halten aber weiterhin die Augen offen“, machte deutlich. Aus gutem Grund: Denn bis die Einheitsgemeinde mit dem Umbau des heutigen Verwaltungsgebäudes an der Ernst-Thälmann-Straße ihre bereits vom Stadtrat beschlossene dauerhafte Lösung für den Hort in Angriff nehmen kann, dürfte noch jede Menge Zeit ins Land gehen. Realistisch betrachtet sei damit in den kommenden fünf Jahren jedenfalls noch nicht zu rechnen, schätzte Anke Müller auf Nachfrage ein.