Krüden l Ausschlaggebend für das Treffen von Vertretern der Glaubensgemeinden Krüden und Vielbaum mit dem Vorstand des Kirchenfördervereins war ein Antrag auf Zuschüsse aus Vielbaum, wo am über 850 Jahre alten Gotteshaus einige Sanierungsmaßnahmen auf der Agenda stehen, für die die Kirchgänger beim Verein rund 9000 Euro beantragten.

2500 Euro für das Dach

Die Signale des Fördervereins, so der Stellvertretende Vorsitzende und Aland-Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt, seien positiv, auch wenn das Geld noch nicht sofort in voller Höhe fließen könne. Was damit zu tun habe, dass einiges noch akquiriert werden müsse und einige Spenden ausdrücklich an Zwecke gebunden worden seien.

So konnten demnach 2500 Euro als Zuschuss für die Sanierung des Kirchenschiffes über dem Altarraum zugesichert werden. Die Südseite hat eine Erneuerung dringend nötig, was auch für den Laien von außen zu sehen ist. Weitere 3000 Euro sicherte der Verein für die Neugestaltung des Eingangs auf der Turmseite zu.

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Das Portal soll eine neue Wölbung aus Ziegelsteinen bekommen, damit der provisorisch anmutende und wurmstichige Holzsturz ebenso verschwinden kann wie die verputzte Türlaibung. In dem Zusammenhang soll auch die Zuwegung auf ein barrierefreies Maß angehoben werden, bevor später der komplette Fußweg mit neuen Pflastersteinen erneuert werden wird. Die noch offenen 3500 Euro hoffe man aus den Mitgliedsbeiträgen und über Spenden zusammenzubekommen, zeigt sich Hildebrandt optimistisch.

Wölbung früher aus Feldsteinen

Eine Sanierung des Eingangsbereichs nach historischem Vorbild steht nicht zur Debatte. Zur Erinnerung: Bei der 850-Jahr-Feier im Herbst 2017 hatte der Rathenower Kirchenbauforscher Wolfram Bleis seine Untersuchungen zu Vielbaum Revue passieren lassen und festgestellt, dass die Wölbung früher aus Feldsteinen gemauert war. Über der Tür konnte er sogar die Steine als Puzzle präsentieren, die einst das Portal geziert haben.

Zu den Mitteln, die zweckgebunden noch auf dem Vereinskonto ihrer Verwendung harren, gehören zum Beispiel Gelder für die Neueindeckung der Sakristei an der Krüdener Kirche. Dort soll mittelfristig auch ein Teil des Gestühls ersetzt werden, das im Rahmen der Innensanierung weichen musste und zu marode zum Wiedereinbau war.

Zur Abwechslung Kultur?

Für künftige Lockerungen bei den Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen planen Verein und Kirche sogar schon eine Kulturveranstaltung. Wenn nichts dazwischenkommt, soll im September das Trio „Blonder“ in Krüden gastieren. Die drei jungen Protagonistinnen Tabiha Harzer, Vanessa Gieschler und Ivette Kornak, die sich mit dem Bandnamen selbst auf die Schippe nehmen, haben einst zusammen in Osterburg das Abitur absolviert, sich mit modernen Titeln musikalisch wiedergefunden und feierten im Oktober 2019 in der Bismarker Stadtkirche ihre Premiere.