Seehausen l Nach den jüngsten Erleichterungen bei den Kontakt- und Reiseeinschränkungen sind die Nachfragen in der Touristinformation Seehausen ebenso wieder gestiegen wie die Übernachtungszahlen auf den Caravan-Stellplätzen am Umfluter. Das Organisieren von Veranstaltungen zählt in Corona-Zeiten jedoch noch nicht wirklich wieder zu den Schwerpunkten der kommunalen Einrichtung an der Arendseer Straße.

Neben dem Durchforsten der Stadtbibliothek kümmerten sich die Mitarbeiter um Touristinfo-Leiterin Doreen Neumann zum Beispiel um das Erstellen eines neuen Info-Flyers für die Stadt Seehausen. Inzwischen liegt das Faltblatt in einer ersten Auflage von 2500 Exemplaren vor und kann an den bekannten Stellen wie Stadtinfo und Rathausfoyer eingesehen beziehungsweise mitgenommen werden.

Zusammenarbeit mit dem „Atelier Offen“

Für das neue Papier habe man einmal mehr eng mit dem Kreveser „Atelier Offen“ zusammengearbeitet, das ja vor einigen Jahren bekanntlich auch das Logo für die Verbandsgemeinde entwickelt hat, in dem sich stilisiert zum Beispiel die fünf Mitgliedsgemeinden, die Petri-Kirche stellvertretend für die Historie und der Aland für Erlebnisse in einer naturbelassenen Gegend wiederfinden, so die Touristinfo-Chefin. Womit deutlich wird, dass der Flyer auch über die Grenzen der Hansestadt hinaus informiert und um Gäste wirbt. Letzteres zum Beispiel mit einem gewissen Gestaltungsanspruch auch auf Messen, wenn die Pandemie diese wieder zulässt.

Bei der Broschüre versuchten die Verantwortlichen einen Spagat, um den virtuellen Auftritt noch mehr auf das Wesentliche zu reduzieren, ohne dass dabei grundlegende Informationen verloren gehen. Am Ende sind aus fünf Doppelfaltblättern sogar sechs geworden, die den Charme der Region einfangen und weitergeben sollen.

Das Rad konnten die Verantwortlichen nicht neu erfinden, weil die Pfunde, mit denen Seehausen beispielsweise vom mittelalterlichen Stadtkern über Waldbad, Uhren- und Blaulichtmuseum, Caravanplätzen oder Aland wuchert, nach wie vor dieselben sind. Natürlich führt kein Weg an der Petri-Kirche samt Türmerwohnung vorbei, die auch den neuen Flyer ziert. Dafür wurden die Informationen etwas moderner sowie übersichtlicher platziert und mit kleinen Blickfängen „garniert“, für die das „Atelier Offen“ unter anderem das vorhandene Logo sozusagen splittete.

Fakten reduziert auf das Wesentliche

Deutlich wird das Reduzieren auf das Wesentliche auch bei den Übersichtskarten, die die Hansestadt innerhalb der Verbandsgemeinde Seehausen darstellen oder dem Betrachter vermitteln, wo die Region im Dreieck zwischen Hamburg -Berlin-Hannover zu finden ist, um mit Auto oder Bahn erreicht zu werden.

Mehr Reichweite über soziale Medien

Neu ist auch der Hinweis zum Auftritt der Kommune und der Touristinfo in einschlägigen sozialen Medien. Über Facebook und Instagram ließen sich auf die Schnelle Informationen und Stimmungen mit großer Reichweite verbreiten, was viele unterwegs mit dem Smartphone abrufen können, so Doreen Neumann zu der digitalen Neuerung. Wenn es mit der weltweiten Wahrnehmung klappen soll, müssen die entsprechenden Internetauftritte allerdings auch regelmäßig aktualisiert, aber vor allem mit Leben und Inhalt (neudeutsch content) gefüllt werden. Auch das ist in der Touristinfo klar.

Nach der neuen Image-Broschüre gibt es schon die Ideen für ein ähnliches Projekt. Als nächstes soll nämlich der Seehäuser Stadtplan ähnlich überarbeitet werden.