Hohenberg-Krusemark l „Das ist ein sportlicher Plan“, weiß Dirk Kautz. Der Bürgermeister der Gemeinde Hohenberg-Krusemark möchte mit den Mitstreitern aus dem Rat neben den bereits beschlossenen Maßnahmen aus dem Haushaltsplan weitere Vorhaben auf den Weg bringen. Die Gemeinde hätte für dieses Jahr gute Chancen, vom Leader-Förderprogramm zu profitieren. Und somit kommen Projekte auf den Tisch, mit denen eigentlich zu einem späteren Zeitraum gerechnet wurde. Dennoch ist die Gemeinde froh, dass finanzielle Unterstützung bei wichtigen Maßnahmen in Sicht ist.

„Deshalb müssen wir uns auch Anfang März noch einmal treffen“, sagte der Bürgermeister während der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend in Schwarzholz. Die Ratsmitglieder legten sich auf Donnerstag, 5. März fest - dann wollen sie sich noch einmal intensiver mit den Leader-Projekten beschäftigen. Eines widmet sich der ehemaligen KfL-Halle in Hohenberg-Krusemark. Dort traf sich gestern Dirk Kautz mit Jörg Ulbrich, Mitarbeiter des Fachbereiches Gemeindeentwicklung der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck. Die Verwaltung möchte die Anträge konkretisieren. In dem Gebäude will die Gemeinde einen Bereich für die Jugendlichen des Ortes schaffen. „Genügend Platz ist vorhanden“, sagt Kautz. In einem Teil der Halle fühlen sich schon seit vielen Jahren die Akteure der Ortsgruppe für Ziergeflügel und Exoten wohl, veranstalten dort ihre Kleintiermärkte und Vogelbörsen. Der mittlere Trakt der Ex-KfL-Halle soll nun auf Vordermann gebracht werden. Neue Fenster und eine neue Decke stehen unter anderem auf der Agenda. Derzeit mehr oder weniger ein Abstellraum, suchen die Jugendlichen Räume, wo sie unter anderem eine Art Werkstatt einrichten können. Die Gemeinde hat deren Wunsch erhört.

Leader-Mittel sollen auch in die zwischen Rosenhof und Büttnershof gelegene Kirchenruine Käcklitz fließen. Die Gebäudesubstanz ist beeinträchtigt. Speziell die Apsis bereitet den Verantwortlichen Sorge. „Diesen Bereich mussten wir absperren“, so der Bürgermeister, der eng mit der Denkmalschutzbehörde zusammen arbeitet. Er rechnet damit, dass die notwendigen Arbeiten rund 100 000 Euro in Anspruch nehmen könnten. In der Ruine finden mehrmals im Jahr Musik-Veranstaltungen statt. Oftmals übernahm der Kulturförderverein „Östliche Altmark“ dafür die Regie.

Ein drittes Projekt, das aus dem Topf des Leader-Förderprogramms (der Eigenanteil beläuft sich auf etwa 30 Prozent) beschritten werden könnte, wäre der mit der Stadt Arneburg angedachte Energie-Lehrpfad. Schüler sollten sich auf diesen begeben, um sich über die möglichen Formen der erneuerbaren Energien zu informieren: Windräder, Fotovoltaik-Anlagen und auch Biogasanlagen gebe es in diesem Bereich mehrere. Für die Gemeinde ist es zunächst wichtig, dass die Projekte mit dem Eigenanteil untersetzt werden.