Groß Garz l Das Kirchspielfrühstück genießt bei den Aktivitäten im Zehrental ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal. Der etwas andere Gottesdienst, wie es der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Thomas Werner, gern nennt, ging am Sonntag mittlerweile zum 16. Mal im Saal der Gaststätte Schulz in Groß Garz über die Bühne.

Die besinnliche Mischung aus Andacht, Schmaus und Unterhaltung von Gläubigen für Gläubige kommt gut an. So gut, dass die Kapazitäten des Saales ausgereizt sind. Rund 160 Gäste zählten die Organisatoren im Rekordjahr 2019. Das wollen und können sie nicht toppen und zogen dieses Mal etwas früher die sprichwörtliche Reißleine bei reichlich 120 Anmeldungen. Die Plätze waren im eigenen Kirchspiel, aber ebenso im gesamten Pfarrbereich Beuster und sogar noch darüber hinaus nachgefragt.

Das Motto „Der Zug durchs Leben“, das das Vorbereitungskomitee mit Beteiligung aus fast allen Orten des Kirchspiels für die 2020er Auflage ersonnen hatte, zog sich von ernst bis heiter vor allem in den Textbeiträgen der Mitwirkenden wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Annegret Rozynek zog zum Beispiel Parallelen zur Art der Züge, die Personen und Gedanken, aber auch Lasten mit höchst unterschiedlichen Zielen und Zwischenstationen transportieren können. Während das Leben der Jugend meist wie ein Bummelzug vorkommt, der viel zu langsam vorankommt, nehme man das Leben im Alter eher als Eilzug wahr, dessen Tempo man gern drosseln würde.

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Heike Kurze nahm sich des Themas mit einem zwinkernden Auge auf Plattdeutsch an. Mit Hilfe von Pfarrer Christian Buro gab es von ihr eine Einführung in Sachen „Isenboahn-Yoga“, bei dem alle Gäste im Saal mitmachen mussten.

Selbst beim traditionellen Quiz der Kirchspiele dreht sich das Geschehen um das Thema Zug in all seinen direkten und indirekten Facetten. Die Preise für die Teilnehmer blieben dem Motto ebenfalls treu. Es gab Städteführer und süßen Reiseproviant.

Süß ging es auch bei der Kaffeetafel zu, für die die Frauen den Kuchen gebacken hatten. Für das deftige Büfett war die Gaststätte zuständig, die wie gewohnt reichhaltig auftafelte.

Für die musikalische Umrahmung des Kirchspielfrühstücks sorgte der Seehäuser Posaunenchor unter der Leitung von Friedemann Nitsch, der von der Empore des Saals spielte, und die Gitarrengruppe „feelstimmig“, die ihre Covertitel von der Bühne aus anstimmte.