Kossebau l Beziehungen schaden nur dem, der keine hat. Die Kossebauer Kindertagesstätte „Wichtelhausen“ hat offenbar gute Beziehungen zum Weihnachtsmann, der schon gestern Vormittag und nicht, wie erst geplant, erst am heutigen Mittwoch mit seinen beiden Helferinnen, zwei Haflingern und einer Kutsche, deren Farbe bestens zur Dienstkleidung passte, bei den Knirpsen vorbeischaute. Denn dank Corona-Pandemie und Notfallbetreuung ist inzwischen wieder Schluss mit lustig.

Hallo und tschüss!

Der Weißbart (Ähnlichkeiten mit Stefan Potas aus Lückstedt sind rein zufällig) machte es spannend und fuhr erst einmal hinter den Höfen an den singenden, winkenden und verblüfften Kindern vorbei, um eine Schleife für die Heimfahrt zu drehen und dabei ein paar Grundstücke weiter die Geschenke für die Mädchen und Jungen aufzunehmen.

Die Ladung konnte sich sehen lassen. Der Weihnachtsmann hatte neben Laufrädern unter anderem einen Bagger und einen Frontlader mit im Gepäck. Letzteres Gerät ließ vor allem die Augen der Kinder leuchten, die sich auf dem Spielplatz eine eigene Baustelle gewünscht und bekommen hatten. Ausgerüstet mit den neuen Maschinen und leichteren sowie ungefährlichen Gerätschaften, die Väter gesponsert hatten, können die Wichtel jetzt Sand bewegen, Rohre verlegen und das gegen den Zutritt von Erwachsenen abgesperrte Areal gestalten.

Bilder

Spielzeug von der Gemeinde

An einem Großteil des neuen Spielzeugs hatte die Gemeinde „Altmärkische Höhe“ ihre Aktien. Normalerweise gibt es die Geschenke nach einem Programm der Knirpse zu den Senioren-Weihnachtsfeiern aus den Händen von Bürgermeister Bernd Prange. Aber diese Termine mussten wegen der Corona-Pandemie bekanntlich auch ausfallen.

Nach einem letzten Lied und Applaus für den Weißbart ging es zurück auf den Spielplatz, wo schon zwei Lagerfeuer brannten, an denen sich die Kinder das beliebte Stockbrot backen konnten. Den Teig hatten ebenso wie die Plätzchen Eltern gesponsert. Der Förderverein spendierte Bratwürste, die Vereins-Chef Gert Reckling persönlich auf dem Grill drehte, so dass sich Kita-Köchin Ilka Bethge ausnahmsweise mal nur um das Mittagessen für die Senioren kümmern musste.

Das größte Geschenk

Den vorgezogenen Jahresabschluss sah Kita-Leiterin Kornelia Krüger mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Natürlich drückt die Corona-Pandemie irgendwann aufs Gemüt. Allerdings gibt es auch viele Erfolge zu verzeichnen. Das im wahrsten Sinn des Wortes größte und inzwischen auch meistbespielte Geschenk ist die zweitürmige Kletter- und Spielkombination, für die die Verbandsgemeinde tief in die Tasche griff und der Förderverein jede Menge Eigenleistung beisteuerte.