Hohenberg-Krusemark l Schließlich fanden sich am Dienstagnachmittag am künftigen Ort des neuen Gebäudes unweit des Sportplatzes in Hohenberg-Krusemark Vertreter des DRK, der Verbandsgemeinde, der Gemeinde, Einwohner und nicht zuletzt die Erzieherinnen sowie Kinder der Kindertagesstätte „Villa Spatzennest“ ein, um den Startschuss für das bereits viel diskutierte Projekt zu legen. Aufgrund des schon länger geplanten Kita-Neubaus bediente sich DRK-Finanzcontroller Viktor Schellert des Spruchs „Was lange währt wird gut“.

Ein Quartett vollzog mit Unterstützung einiger Mädchen und Jungen auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Areal den symbolischen Spatenstich. DRK-Vorstandsvorsitzender Frank Latuske, Verbandsgemeinde-Bürgermeister René Schernikau, Architekt Florian Hallmann vom beauftragten Büro aus Havelberg und Kita-Leiterin Katrin Eppert ergriffen im Beisein von Hohenberg-Krusemarks Bürgermeister Dirk Kautz, Gemeinderatsmitglied Olaf Schmidt und anderen Einwohnern das Arbeitsgerät. Die Verantwortlichen wollten demonstrieren: Das Projekt wird in die Tat umgesetzt.

Der Bauantrag ist bereits gestellt worden, mit der Genehmigung ist Anfang des Jahres zu rechnen. Anschließend wird das Ausschreibungsverfahren vorbereitet, dass rund vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen wird. Der Baustart könnte dann im März/April vonstatten gehen.

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Das eher regnerische Wetter am Dienstagnachmittag wertete Frank Latuske, der die Gäste in Hohenberg-Krusemark begrüßte, als gutes Omen für das Vorhaben. Er dachte an ein bereits realisiertes Projekt des Deutschen Roten Kreuzes, das ebenfalls bei Regen startete und erfolgreich endete. Latuske veränderte das Zitat der englischen Schriftstellerin George Eliot „Jeder Tag ist ein neuer Anfang“ in „Mancher Tag ist ein besonderer Anfang“. Für das DRK ist der Neubau der Kindertagesstätte, der für 42 Plätze ausgelegt wird, eine Premiere. Eine besondere Premiere. Denn die Kombination besteht aus der Kita und einer Tagespflege, die ebenfalls in das neue Gebäude ziehen wird. Demzufolge sollen sich nicht nur die jüngsten Erdenbürger, sondern auch die Senioren gemeinsam unter einem Dach wohlfühlen. Latuske sprach in seiner Rede von guten Partnern, die das selbe Ziel verfolgen würden und bedankte sich bei der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck und der Gemeinde Hohenberg-Krusemark für die gute Zusammenarbeit. Mit dem Projekt soll die Struktur und damit die Qualität auf dem Land verbessert werden.

Für Viktor Schellert ist der Neubau ein zukunftsweisendes Projekt, das Symbolkraft besitze. Jung und Alt würden voneinander profitieren, ist er sich sicher. Er sprach von bedarfsgerechten Angeboten und kindgerechten Räumen im künftigen Ort der Kita Hohenberg-Krusemark, die dann auch einen neuen Namen erhalten soll. Die aktuelle „Villa Spatzennest“ ist in einem alten Gebäude beheimatet, das Charme besitzt. Allerdings habe sich in dem kommunalen Objekt auch ein größerer Sanierungsstau angehäuft. Derzeit werden dort 37 Mädchen und Jungen vom Krippen- bis zum Kindergartenalter betreut.

Für Verbandsgemeinde-Chef René Schernikau ist der Neubau eine Herzensangelegenheit, wie er am Dienstagnachmittag betonte. Er schätzt ein, dass das künftige Domizil des Nachwuchses und der Senioren-Tagespflege als eine gute Basis auf breiten Füßen steht.

Enger Austausch zwischen den Verantwortlichen

„Das planerische Konzept ist keineswegs von der Stange“, sagt Architekt Florian Hallmann, der sich mit der Kita-Leiterin Katrin Eppert und den Verantwortlichen des DRK eng austauschte und abstimmte. Das eingeschossige, barrierefreie und durch das Dach auffällige Gebäude besitzt eine Nutzfläche von 955 Quadratmetern, wobei der Kita-Bereich mit 645 Quadratmetern ein wenig mehr als doppelt so groß ist wie die später von der DRK betriebene Tagespflege (310 Quadratmeter). Zur Einrichtung gehört natürlich auch ein üppiger Außenbereich.

Das Ziel haben die Verantwortlichen des DRK-Kreisverbandes „Östliche Altmark“ klar abgesteckt. Sie möchten die Kita inklusive der Tagespflege im Frühjahr 2021 einweihen. Was dann mit dem alten und gemeindeeigenen Gebäude passiert, ist noch unklar.