Werben l Vorneweg zieht Irmgard Gellerich die Fäden. „Es gehört schon einiges an Organisation dazu“, sagte die gebürtige Werbenerin. Und, dass sie sich als AWA-Mitglied gerne dazu bereit erklärt hat, den Kultur-Advent mit auf die Beine zu stellen. Längst nicht nur sie – natürlich. „Die Botschaft ist, dass wir trotzdem was machen wollen.“ Trotz Pausierung des Biedermeier-Christmarktes nach einigen Querelen, von denen man sich nicht einweben lassen, sondern lieber nach vorne gucken sollte. Und zwar zum Wochenende des zweiten Advents – der Kultur-Advent findet eine Woche vor dem sonst üblichen Biedermeiermarkt-Termin statt.

Der offensichtlichste Unterschied zum traditionellen Christmarkt ist, dass der Kirchplatz frei bleibt, es keinen Markt mit Händlern gibt. Der Kultur-Advent findet allein in Höfen und Häusern statt. Ähnlich, wie das kulturelle Rahmenprogramm der Biedermeier-Märkte, aber eben doch anders. Die Häuser und Höfe sind kein Drumherum, sondern Mittendrin, die eigentliche Attraktion. Der AWA lädt zum Schlendern ein. Zu den Höhepunkten gehört sicher das zweite Werbener Marpurg-Konzert im Kommandeurhaus, für das neben Professor Christian Kluttig am Flügel, Georg Streuber als Bariton auch die Schweizer Sopranistin Yvonne Friedli gewonnen werden konnte. Irmgard Gellerich selbst freut sich überdies ganz besonders auf Annemarie Timling aus Jeggel, die in der Salzkirche die klassische Weihnachtsgeschichte auf Platt erzählen wird. Ein Adventskonzert gibt es noch, eine „bayerische Weihnacht“, ein Vortrag über Werben, „Das tapfere Schneiderlein“ als Theater und mehr. Der Kultur-Advent bietet ein buntes Programm und der AWA freut sich sehr, wenn dies auf das ein oder andere Interesse stößt.