Seehausen l 2014 kamen Bernd Marquardt und Max Heckel auf die Idee, ein gemeinsames Lyrik-Projekt zu planen. Und so veröffentlichten die Mitglieder von Nobody Knows – mit Unterstützung des ehemaligen Theaterschauspielers – das Kurt-Tucholsky-Album „Drei Minuten Gehör“ sowie ein gleichnamiges Programm, mit dem die Protagonisten vor vier Jahren auch im Foyer der Seehäuser Wischelandhalle gastierten.

Über ein halbes Jahr hielt sich das Album auf der „Liederbestenliste“ (Deutschland, Österreich, Schweiz) und sorgte für mediale Aufmerksamkeit in der deutschsprachigen Liedermacherszene. Zwischen pazifistischer und antifaschistischer Lyrik präsentierten Album und Programm auch Unpolitisches, Alltägliches und Allzumenschliches. Jetzt legen Nobody Knows und Bernd Marquardt mit einem neuen Programm unter dem Titel: „Tucholsky, die Frauen und die Liebe“ nach, mit dem sie am Freitag, 3. April, wieder im Foyer der Wischelandhalle in Seehausen auftreten.

Zwischen Romantik und Pragmatik, zwischen Verklärt- und Abgeklärtheit, zwischen Profanem und menschlicher Tiefe, offenbart das neue Tucholsky-Programm nicht nur einen Abriss der Vielfalt aus dem Werk des zeitlosen Dichters, sondern zeigt vielmehr, dass das große Thema „Liebe“ alles umfassen kann, was das Leben im Großen wie Kleinen ausmacht. Denn: Wie es sich für Tucholsky gehört, bleiben auch politische und gesellschaftskritische Zuwendungen nicht außen vor, heißt es in der Einladung. In gewohnter Manier werden sich Marquardt und Nobody Knows das Programm teilen und gegenseitig zuspielen. Es ist an der Zeit!

Apropos Zeit: Das Lyrik-Projekt wird ab 19 Uhr zu sehen und zu hören sein. Karten zum Preis von 15 Euro können ab sofort in der Touristinformation, Tel. 039386/5 47 83, reserviert und gekauft werden. Außerdem ist an diesem Abend für ein kleines Catering gesorgt.