Seehausen/Beuster l Vor vier Jahren bekam der Seehäuser Hans-Peter Bodenstein für seine Erforschung von Dorfkirchen in der Altmark und im Elb-Havel-Winkel den Romanik-Preis des Landes Sachsen-Anhalt zuerkannt (wir berichteten). Jetzt winkt der Hansestadt die nächste Ehrung, die der FDP-Landesverband 1995 anregte, um damit Verdienste zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Straße der Romanik zu würdigen.

Während die Goldmedaille an die Nordharzer Altertumsgesellschaft für deren Engagement in der frühromanischen Klosteranlage Wendhusen in Thale geht, bekam Seehausen den Sonderpreis des sachsen-anhaltischen Wirtschaftsministeriums zugesprochen. Die feierliche Preisübergabe erfolgt heute ab 11 Uhr auf Einladung des Landestourismusverbandes in der Kirche St. Marien und Willebrord Schönhausen. Daran nehmen Vertreter der Stadt, der Kirchengemeinde und natürlich des Kirchenförddervereins teil.

Mit der Auszeichnung, heißt es in einer Mitteilung, werde die Inwertsetzung der Stiftskirche St. Nikolaus als kulturelles Zentrum in der Wische gewürdigt. Womit die Laudatio darauf anspielt, dass es in den vergangenen Jahren nicht nur gelungen ist, die älteste deutsche Backsteinkirche nördlich der Alpen umfangreich zu sanieren und damit für die Nachwelt zu erhalten, sondern das Gotteshaus neben den Andachten kulturell durch Konzerte sowie Ausstellungen mit Leben zu erfüllen und in der malerischen Landschaft am Elberadweg Touristen anzulocken. Seit 2009 ist St. Nikolaus sogar Radfahrerkirche. Was nicht nur ein Titel, sondern mit Komfort für die Pedalritter verbunden ist.

Der Seehäuser Bürgermeister Detlef Neumann kann heute nicht dabei sein, weiß aber seine Stellvertreterin Anne-Dore Meißner vor Ort. Natürlich freut sich das Stadtoberhaupt. Neumann betont aber auch, dass die Verdienste um die Sanierung der Nikolauskirche und das jährliche Veranstaltungsprogramm vor allem bei den Kirchenförderern um Volker Stephan liegen.