Fahrbahnen saniert

Osterburg: Kommune bringt ländliche Wege auf Vordermann

Seit 2018 billigt der Stadtrat der Einheitsgemeinde mehr Geld für den Unterhalt der ländlichen Wege zu. Das macht sich mittlerweile bezahlt.

Von Nico Maß
Der ländliche Weg zwischen Rossau und Gladigau hat einen neuen Belag aus Bitumen und Grobsplitt erhalten.
Der ländliche Weg zwischen Rossau und Gladigau hat einen neuen Belag aus Bitumen und Grobsplitt erhalten. Foto: Nico Maß

Osterburg/Gladigau - Die Risse auf dem Weg zwischen Rossau und Gladigau sind endlich Geschichte. Ein Bauunternehmen hat auf der knapp vier Kilometer langen Verbindung Heißbitumen aufgespritzt und Grobsplitt aufgetragen. „Wir freuen uns darüber. Das wurde aber auch höchste Zeit“, kommentierte der Gladigauer Ortsbürgermeister Matthias Müller (parteilos) die Maßnahme, die sich die Einheitsgemeinde rund 45.000 Euro kosten ließ. Dabei habe es sich um die erste größere Sanierung gehandelt, „die seit dem Bau des Weges in den frühen 90er Jahren dort vorgenommen wurde“, erklärte Müller. Lange Zeit habe die Einheitsgemeinde die Unterhaltung ihrer ländlichen Wege vernachlässigt, „da ist über viele Jahre hinweg fast gar kein Geld für ausgegeben worden“, blickte der Ortsbürgermeister zurück. Dies habe sich auch auf dem ländlichen Weg zwischen Rossau und Gladigau abgebildet. Unter anderem sei die Fahrbahn von Starkrissen durchzogen worden, erklärte Müller.

2018 reagierte der Stadtrat schließlich auf die mangelnde Unterhaltung der ländlichen Wege. Weil das zuvor im Haushalt der Einheitsgemeinde eingestellte Budget für Reparaturarbeiten auf den Wegen mit einer Höhe von 15.000 Euro bis 17.000 Euro nicht einmal für den sprichwörtlichen Tropfen auf dem heißen Stein reichte, erweiterten die Stadträte den finanziellen Spielraum auf 45.000 Euro im Jahr. Nachdem die Einheitsgemeinde im Anschluss an diese Entscheidung bereits bei Königsmark in einen ländlichen Weg investierte, geht sie in diesem Jahr sogar über das 45.000-Euro-Budget hinaus. Denn abseits der Verbindung zwischen Rossau und Gladigau ließ die Kommune in den zurückliegenden Wochen auch den Weg von der B 189 zur Osterburger Stadtrandsiedlung in Ordnung bringen. Die knapp ein Kilometer lange Strecke erhielt ebenfalls einen neuen Bitumenbelag, dafür gab die Einheitsgemeinde rund 30.000 Euro aus.

Für den Osterburger Bauamtsleiter Matthias Köberle ist die Sanierung der beiden Fahrbahnen „eine schöne Sache.“ Doch in den kommenden Jahren müsse weiter in die ländlichen Wege der Einheitsgemeinde investiert werden. Handlungsbedarf sieht Köberle auf vielen Verbindungen. „Als besonders dringlich würde ich eine Sanierung des Weges von Rengerslage nach Ferchlipp einschätzen“, fügte der Bauamtsleiter hinzu. Auch Matthias Müller ist überzeugt, „dass die ländlichen Wege in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema bleiben.“ Das gelte für die gesamte Einheitsgemeinde, aber eben auch für Gladigau. Denn neben der Strecke nach Rossau führen zwei weitere ländliche Wege aus dem Dorf, die ebenfalls bereits in den 90er Jahren entstanden sind und Gladigau mit Hagenau sowie mit Einwinkel verbinden.