Osterburg l Der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Osterburg, Nico Schulz (46), und der Seehäuser Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (54) sind der parteipolitischen Bundesvereinigung Freie Wähler beigetreten. Beide Kommunalpolitiker waren 2019 nach Auseinandersetzungen mit der Führung des CDU-Kreisverbandes Stendal in Bezug auf die CDU-Wahlfälschung vor fünf Jahren aus der Partei ausgetreten. Vorher zogen sie noch als Christdemokraten über die von ihnen aus Protest gegründete parteiunabhängige Liste „Pro Altmark" erfolgreich in den Kreistag Stendal ein.

Starke Gemeinschaft

Auf seiner Homepage begründet Nico Schulz: „Ich sehe die Partei als Interessenvertretung der vielen unabhängigen Wählergemeinschaften in den Kreistagen (wie Pro Altmark), Stadt- und Gemeinderäten." Außerdem „spricht mich als jemanden, der seit über 20 Jahren durchgehend im Stadtrat und Kreistag sowie als Bürgermeister Kommunalpolitik betreibt, besonders an, dass die Unterstützung der Angelegenheiten von Kreisen, Städten und Gemeinden bei den Freien Wählern besonderes Gewicht hat". So merkte Schulz nicht zuletzt auf, als es den Freien Wählern in Sachsen-Anhalt gelang, 30.000 Unterschriften für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge zu sammeln.

Kloth habe den Aufnahmeantrag vor wenigen Tagen gestellt, die Bestätigung stehe noch aus, „aber das ist sicher reine Formsache". Was Kloth vorher so empfand, habe sich beim Antragausfüllen bestätigt: „Die Freien Wähler grenzen sich gut nach extrem rechts ab." Außerdem erlebe er die Partei als bodenständig, nah am Volk. „In einer großen Gemeinschaft fühlt man sich doch etwas sicherer und stärker."