Goldbeck l Groß war die Aufregung, als die Gemeinde Goldbeck im September 2016 das erste Mal zum „neuen Plummusfest“ in die Zuckerhalle einlud. Aber groß war als Lohn der Mühen auch die Resonanz des Publikums und die Zufriedenheit der sich beteiligenden Vereine. Entsprechend schwer die Entscheidung, das Fest im vergangenen Jahr wegen der Bauarbeiten in der Zuckerhalle ausfallen zu lassen. Dass damals nur sehr wenig Pflaumen reiften, machte es am Ende leichter.

Dieses Jahr sollen die Kessel wieder angeheizt werden. Als Termin ist Sonnabend, 15. September, ausgemacht. Tatort Zuckerhalle, drinnen wie draußen. Allerdings müssen die Kessel, die 2016 in der Mittelhalle an der Wand standen, von nun an im Freien blubbern. „Das ist eine Auflage des Landkreises“, informiert Gunnar Falk als Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Umwelt, Soziales und Ordnung (KUSO), der am Donnerstagabend getagt hat. Der neue Stellplatz für die sechs Kessel sei auch schon ausgemacht. Sie kommen an die Außenwand, wenn man vor der Halle steht links gegenüber der Biosgasanlage.

Zwei Schornsteine an der Außenwand

Zur behördlichen Auflage gehört auch, dass die Fläche, auf der die Kessel stehen, gepflastert wird. Außerdem Schornsteine, die – an der Wand der Zuckerhalle angebracht – höher als das Gebäude selbst sein müssen. Vorgesehen sind zwei Schornsteine, an die je drei Kessel angeschlossen werden. Ob die Schornsteine nun fest installiert oder nach dem Fest wieder abgebaut werden (Stichwort Vandalismus) sei noch nicht ganz klar.

Fest stehe indes, dass das Plummusfest um ein Marktgeschehen erweitert wird. Dabei sind Neu- und Altwaren willkommen. „Wir sind grundsätzlich offen, wollen nur keinen Ramsch“, so Falk. Schön wäre es etwa, wenn Handwerker ihre Handwerkskunst präsentieren. Oder Artikel angeboten werden, die man sonst auch auf einem Bauernmarkt findet.

Wanderpokal steht in Eichstedt

Einmal mehr soll das Goldbecker Plummusfest ein Fest der örtlichen Vereine werden, die sich etwa durch Kuchen-, Getränke- oder Bratwurstverkauf ins Geschehen einbringen. Eine Standgebühr wird im Rahmen einer freiwilligen Spende erhoben. Für die Gemeinde soll das Fest über den Verkauf der Plummus-Gläser finanziell selbsttragend sein.

Aber ohne Kochgruppen kein Plummusfest.

2016 gingen an den Start: der Dorfverein Rohrbeck, die Gruppe II der Volkssolidarität Eichstedt, eine Delegation des SV Blau-Geld 1921 Goldbeck, „Die flotten Feger“ vom Bertkower SC, das „Team Pink“ aus Goldbeck und „Die Königsmarker Kampfpflaumen“ vom KSAK. Eine unabhängige Jury aus dem Publikum ersann schließlich das Mus der Eichstedterinnen als das beste. Wandert der Pokal weiter?

 

Wer einen Stand auf dem Plummusfest haben möchte, meldet sich bitte bei Gunnar Falk, Telefon 0162/2 07 20 78. Die Plummus-Kochteams werden persönlich angesprochen.