Morgens nach 4 Uhr

Polizei stellt Brandenburger nach Randale im Camp der Waldbesetzer bei Losse

Vier Brandenburger haben in der Nacht zu Sonnabend im Camp der Waldbesetzer bei Losse nahe Seehausen randaliert. Die Polizei erwischte die Täter, die Waldbesetzer verweigerten die Zusammenarbeit.

Von Karina Hoppe
Dieses Bild vom Waldbesetzer-Camp bei Losse ist datiert auf Donnerstagabend. In der Nacht zu Sonnabend wurden die Bewohner von Randalierern heimgesucht.
Dieses Bild vom Waldbesetzer-Camp bei Losse ist datiert auf Donnerstagabend. In der Nacht zu Sonnabend wurden die Bewohner von Randalierern heimgesucht. Foto: Karina Hoppe

Losse - Vier Brandenburger haben in der Nacht zu Sonnabend (kurz nach 4 Uhr) die Waldbesetzer im Losser Forst aufgesucht. Laut Auskunft von Polizeisprecher Dirk Marscheider warfen sie dort mehrere Gegenstände um und forderten die Waldbesetzer mit beleidigenden Ausrufen auf, das Camp zu verlassen. Dem kamen diese nicht nach. Die Brandenburger verließen das Camp schließlich nach einigen Wortgefechten in Richtung Losse, wobei sie sich lautstark verfassungsfeindlich äußerten. Eine 57-jährige Campbewohnerin hatte zwischenzeitlich die Polizei gerufen, die das beschriebene Auto noch in Losse stoppen konnte. Bei einem kurzen Versuch der Flucht ging die Scheibe der Fahrertür zu Bruch. Die vier Personen - drei männliche, eine weibliche - sind im Alter von 14 bis 33 Jahren und gehören offenbar einer Familie an. Sie machten von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Die Polizei holte die Kripo hinzu und wollte den Sachverhalt im Camp aufnehmen. Die Berlinerin, die der Polizei nun namentlich bekannt ist, sei nicht mehr dort, habe es von dort geheißen. „Die Campbewohner verweigerten jegliche Zusammenarbeit, der Sachverhalt konnte nicht normal aufgenommen werden, das ist sehr problematisch“, so Marscheider. Indes hätten die Waldbesetzer den Vorfall über ihre sozialen Medien und Agenturen verbreitet. Laut Marscheider wurden Strafverfahren eingeleitet, „weiterführende Ermittlungen dauern an“. Erst am Donnerstag gab es einige Aufregung im Camp. Zehn Vertreter des AfD-Kreisverbands forderten die Herausgabe von nach eigener Aussage gestohlenen AfD-Wahlplakaten. Die Polizei war zur Deeskalation mit 80 Einsatzkräften vor Ort.