Tourismus

Radtour-Anbieterin plant trotz Corona

Mit der Altmark-Prignitz-Tour hofft Radtouristikerin Susanne Bohlander Anfang April auf einen Neustart trotz beziehungsweise mit Corona.

Von Ralf Franke

Losenrade l Dass es nach oder noch in der Corona-Pandemie möglichst bald wieder ein halbwegs normales Leben gibt, darauf setzt auch Susanne Bohlander. Während andere in diesen Tagen mit dem verschärften Lockdown hadern, der ab Montag bis Ende Januar in Kraft tritt und bei dem zu erahnen ist, dass das Ende der Fahnenstange nicht erreicht ist, plant die Radtouristikerin aus Losenrade unter dem Titel „Per Rad durch Altmark und Prignitz, nach Berlin und bis ans Meer“ ihr Ausflugsprogramm für das laufende Jahr und hofft nach Ostern auf den möglichst reibungslosen Start, der ihr und ihren Gästen 2020 bekanntlich nicht vergönnt war.

Vor einem Dreivierteljahr griff damals gerade der erste Lockdown. Alle Radtouren mussten abgesagt werden. Erst Anfang Juni konnten die Ausflüge wieder stattfinden, wenn auch in kleineren Gruppen, ohne Händeschütteln und mit viel Abstand – nicht nur beim Radeln, sondern auch bei den Pausen, erinnert sich die Radtouristikerin, die ihre Touren jetzt das zehnte Jahr organisiert und auch auf einige Stammkunden setzen kann.

Es gibt viele Teilnehmer, die immer wieder dabei sind, weil sie das große Erlebnis bei minimalistischem und umweltfreundlichen Aufwand schätzen. Jedes Jahr kommen indes auch neue Mitradler hinzu, die sich aus dem Altkreis Osterburg, Stendal, aber auch aus Arendsee und Salzwedel sowie dem Wendland rekrutieren. Nicht zu vergessen die Pedalritter unter anderem aus Wittenberge, Karstädt, Pritzwalk, Putlitz, Bad Wilsnack oder Perleberg, die es für Entdeckungsfahrten oft auf die andere Seite der Elbe zieht.

Insgesamt 36 Touren bietet die Losenraderin in Zusammenarbeit mit den Touristinfos in Seehausen und Wittenberge an, die unter anderem in die östliche und westliche Altmark, in die Prignitz und bis nach Schwerin oder zu den Kirschblüten am Berliner Mauerweg, durch den Grunewald nach Potsdam, nach Magdeburg und Tangermünde oder zum Herbstmarkt in Wanzer führen. Wobei die Neu-Altmärkerin mit Berliner Wurzeln auf die bewährte Mischung aus Stadt und Land setzt und davon schwärmt, dass selbst scheinbar ferne Ziele schnell zu erreichen sind. Möglich macht das die Kombination von Fahrrad und Bahn. Damit können Radler aus Osterburg und Seehausen sogar eine Tagesfahrt auf die Insel Poel unternehmen.

Die Saison soll am 8. April mit einer Fahrt durch Altmark und Prignitz beginnen. Später geht es unter anderem mit der Arendseebahn-Tour von Geestgottberg über Arendsee bis Salzwedel weiter.

Die Teilnehmer können nicht nur zur Kirschblüte nach Berlin, sondern auch zur Rhododendronblüte in den Krumker Park radeln. Dazu geht es durch den Berliner Grunewald nach Potsdam, zum Fischer in Berlin-Köpenick oder auf dem Elberadweg in die Sächsische Schweiz, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Neu ist eine Radtour durch die westliche Altmark von Oebisfelde durch den Drömling und die Jeetze-Niederung nach Salzwedel. In die westliche Altmark führt auch die Wochenend-Tour an Milde, Biese und Uchte mit Übernachtung in Gardelegen, Einkehr in Kalbe und Ende der Tour in Osterburg. Wobei in Sachen Gastronomie da noch die größten Fragezeichen hinter den Tourterminen stehen.