Altmärker schätzen am meisten Ruhe und Erholung auf dem Elberadweg

Roland Schmidt: "Es ist doch schön hier"

Von Astrid Mathis

Würden Sie die Altmark als Urlaubsregion empfehlen? Was hat sie zu bieten? Volksstimme sammelte Eindrücke.

Osterburg l "Viel Grünes, eine ruhige Gegend". Elke (46) und Roland Schmidt (56) aus Dobbrun sind sich einig: "Es ist doch schön hier." Touristen empfehlen sie Arendsee, aber auch Arneburg habe seinen Reiz. Charakteristisch für die Region sei die herrliche Natur, in der man gut ausspannen kann, sagte Elke Schmidt abschließend. Das sieht Familie Judel aus Flessau ganz genauso. Die Ruhe auf dem Dorf sei für Städter sicher sehr erholsam und der Elberadeweg sowieso ein Grund, mal in die Altmark zu reisen.

Für Rosemarie (55) und Dieter Kramp (57) aus Osterburg liegt der Fall ebenfalls ganz klar: "Hier kann man schöne Fahrradtouren machen." Wenn das Paar Zeit findet, ist zumindest ein Ausflug nach Seehausen auf dem neuen Fahrradweg drin. Ein Abstecher nach Barsberge lohne sich immer. Sonst fahren die beiden gern mit Freunden über Land. Allerdings kann Dieter Kramp verstehen, dass Osterburg als Badeort keinen Reiz mehr für Urlauber hat. "Das Biesebad hat mir früher besser gefallen. Zumindest für die kleinen Kinder müsste das Planschbecken wieder hergerichtet werden", merkt der Osterburger kritisch an.

Für Christine Mucheyer aus Behrend ist die Altmark ein Traum, dem viel mehr Aufmerksamkeit zustehen müsste. Allein, was die Natur zu bieten hat, sei Grund genug für Urlauber, sich in der Altmark umzusehen. Darum setzt sie sich auch gemeinsam mit Norbert Krebber vom Elbehof Wahrenberg dafür ein, das Biosphärenreservat zu erhalten. "Wir müssen den Kindern schon vermitteln, welch ein landschaftlicher Schatz die Altmark mit ihren zig Vogelarten ist, und Führungen durch die Natur machen."

Dass der landschaftliche Wert der Region sich im Tourismus widerspiegelt und von Politikern gewürdigt wird, ist ein Herzenswunsch von ihr. Ihrer Meinung nach müsste die Altmark als Urlaubsregion noch viel mehr Aufmerksamkeit erfahren. Dass die Region weit und flach ist, sei zum Radfahren geradezu ideal. "Wenn man abspannen möchte, ist man hier genau richtig", findet Ute Stockmann (50) aus Meseberg. Auch ihr Mann Uwe weiß die ruhige Gegend zu schätzen und preist die Altmark für Radfahrer an.

Wencke Jabke (22) aus Osterburg denkt bei ihrer Empfehlung ebenfalls gleich an die Radfahrer. "Der Elberadweg ist schon das Aushängeschild für die Gegend. Man kann hier aber auch wunderbar spazieren gehen an der Elbe und dabei abschalten", schwärmt sie. "Dass es hier so familiär ist im Vergleich zu Großstädten, zeichnet die Altmark eigentlich aus", ergänzt die Osterburgerin. Was Veranstaltungen betrifft, sieht ihr Freund Mark Knop (22) die Altmark allerdings in der Bredouille. "Außer, wenn Rolandfest oder Burgfest ist, gibt es hier nicht viele Feste, die Touristen herlocken können. Die Natur ist zwar einmalig, aber das Unterhaltungsangebot könnte deutlich besser sein."

"Viel los ist hier nicht. Ich wüsste nicht, was ich hier Urlaubern empfehlen kann", meint Karl-Heinz Gomell (41) aus Wals- leben. "Zum Baden lohnt sich hier allenfalls Arendsee, Osterburg und Wischer würde ich nicht empfehlen", fügt Gomell an. Immerhin weiß sein Sohn Tim (6) einen positiven Aspekt, den die Altmark zu bieten hat: "Hier kann ich überall Fußball spielen." Und vielleicht fährt der kleine Tim auch mal auf dem Elberadweg und ist dann ganz davon begeistert .