Seehausen l Post an die Verbandsgemeinde Seehausen sorgt seit einiger Zeit für Unruhe im Rathaus. In dem Papier informierte ein Planungsbüro im Auftrag der Landesstraßenbaubehörde Ende des vergangenen Jahres über die langfristig geplante Sanierung der Elbebrücke, auf der die B 189 von Sachsen-Anhalt nach Brandenburg wechselt und befragt die Kommune als Träger öffentlicher Belange nach möglichen Befindlichkeiten.

 Letztere gibt es sehr wohl. Denn die aufgeführten Sanierungsmaßnahmen sind so umfangreich, dass die Flussquerung für längere Zeit gesperrt werden muss. Während auf der Strombrücke „nur“ die Fahrbahn zu erneuern ist, müssen bei der Flutbrücke, die es praktisch nur auf sachsen-anhaltischer Seite gibt, ganze Pfeiler ersetzt werden. Eine Vollsperrung ohne eine Querungsmöglichkeit in der Nachbarschaft ist auch für den Stadtrat nicht denkbar, wurde in der Sitzung am Donnerstagabend deutlich. Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth konnte indes so weit beruhigen, dass die Maßnahme erst in Angriff genommen werde, wenn die verlängerte A 14 über die Elbe führt. Dann würde auch die Abstufung der B 189 zur L 38 vollzogen, wobei es Praxis ist, die Straßen und ihre Bauwerke vor dem Trägerwechsel zu ertüchtigen. Bleibt zu hoffen, dass sich der Verfall so viel Zeit lässt, bis die Autobahnbrücke fertig ist.

 Bei der Sanierung der alten Elbebrücke könnte Seehausen nicht nur auf eine Ersatzquerung bestehen oder auf schnelle Durchführung drängen. Denkbar wäre auch, dass in dem Zusammenhang etwas getan wird, damit Radfahrer und Fußgänger sicherer über die künftige L-38-Brücke kommen.