Prora/Osterburg l Fünf unterhaltsame Tage an der Ostseeküste auf Rügen erlebten Mädchen und Jungen, die am Bundesfinale der Fairplay-Soccer-Tour teilnahmen. Unter den 300 Mannschaften in sämtlichen Alterklassen befanden sich auch „Die Riesen“ und das Team „Sense“, bestehend aus Kickern des Kreveser Sportvereins, die zuvor zwei Qualifikationsturniere unbeschadet überstanden und sich auf die Tage in Prora freuten.

Der zum Ostseebad Binz gehörende Ort, idyllisch am Ostseestrand gelegen, entwickelte sich an den Tagen zu einer kleinen Zelt-Stadt. Viele kleine Soccer-Felder, in denen zwei aus jeweils drei Akteuren bestehende Mannschaften gegeneinander antraten, bestimmten außerdem das Bild. Und in diesen gingen auch Teams aus der Einheitsgemeinde Osterburg auf Torejagd. Die Kombination aus sportlichem Wettstreit und Urlaubsfeeling mit attraktivem Rahmenprogramm ging voll auf. „Es war ein tolles Ereignis“, zieht Nils Döring, der die Jungs als Betreuer unter seinen Fittichen hatte, eine positive Bilanz. Auch sportlich konnte sich das Abschneiden der Mädchen und Jungen aus Osterburg sehen lassen.

Ganz knapp das Halbfinale verpasst

Die Mannschaft „Sense“ mit Theo Ballach, Ben Döring, Norik Egermann und Justin Genske, die in der Altersklasse 10-13 am Start war, scheiterte im Viertelfinale, in der Runde der besten Acht, ganz knapp am späteren Turnierzweiten aus Gera. „Das Halbfinale wäre möglich gewesen“, waren die Jungs natürlich nach dem eng mit 2:3-Toren verlorenen Spiel enttäuscht. Bereits die Vorrunde verlief in einer ausgeglichenen Gruppe mit sechs Teams sehr spannend. Dort verbuchte „Sense“ zwei Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage, was letztendlich den ersten Platz bedeutete. Die zum ersten Mal am Soccer-Cup teilnehmenden Spieler, die die Qualifikations­turniere in Osterburg und Wolmirstedt gewannen und sich so für das Bundesfinale qualifizierten, erreichten das Achtelfinale! Und dort wartete eine polnische Vertretung auf die Truppe, die natürlich auch von den Eltern Sirka und Jens Egermann sowie „Wille“ Genske angefeuert wurde. Nach einem 0:1-Rückstand drehten Ben, Norik, Justin und Theo noch die Partie und zogen als 2:1-Gewinner in die Runde der besten acht Teams ihrer Altersklasse ein. Im Viertelfinale ging es dann gegen ein Team aus Gera, mit dem glücklicheren Ende für die Thüringer. Die Kreveser Nachwuchsfußballer ließen sich durch einen 0:2-Rückstand nicht beirren und erzielten den Anschluss und den 2:2-Ausgleich. „Leider hatten wir etwas Pech, Norik hatte sich verletzt“, blickte Nils Döring zurück. „Sense“ schluckte noch ein Gegentor zum 2:3, was indes den gelungenen Auftritt beim Bundesfinale nicht schmälerte. Eine weitere Mannschaft der Einheitsgemeinde aus Rossau verkaufte sich ebenso recht teuer und erreichte das Achtelfinale in Binz.

Linda gewinnt mit Lübz den Winnie-Cup

Die von Nadine Döring und Sabrina Krüger betreuten „Riesen“ mit Linda Döring, Gia Krüger und Mahbuba Qurban, die sich im Teilnehmerfeld der Altersklasse 6 -10 befanden und sich als 8-Jährige größtenteils mit älteren Spielerinnen messen mussten, verpassten ganz knapp den Sprung in die KO-Runde. In ihrer Vorrundengruppe feierten die Mädels drei Siege, gingen nur zweimal als Verliererinnen vom Feld. Am Ende war es der dritte Platz. Übrigens der beste dritte Rang aller Vorrundengruppen. Allerdings gab es noch großen Jubel: Denn der Veranstalter verloste zehn Wild-Cards, die zur Teilnahme am nächsten Bundesfinale 2020 in Prora berechtigen. Und die „Riesen“ zogen ein Ticket, sind damit schon für das nächste Jahr qualifiziert.

Einen Siegerpokal hob sogar Linda Döring empor. Die Osterburgerin verstärkte beim ebenfalls in Binz ausgetragenen „Winnie-Cup“ (auf einer Art Fußballhüpfburg) eine Mannschaft aus Lübz, die während des Turnieres nicht mehr vollzählig war. Die Mecklenburgerinnen erreichten das Finale, in dem Linda sogar das Tor zum 1:0-Endstand schoss. Da Lübz auch beim Soccer-Cup erfolgreich war und dort einen Siegerpokal holte, durfte Linda den Winnie-Cup mit nach Hause nehmen. Bereichert wurde das Turnier, das der Ex- Fußball-Profi Rene Tretschok ins Leben rief, von mehreren Workshops. Die Sportler konnten sich beispielsweise auch in anderen Sportarten ausprobieren, Fachleute standen beim Karate, beim Boccia oder auch beim Rollstuhl-Basketball hilfreich zur Seite. Zudem sorgten auch die Band „Stereoact“ und Akteure des berühmten Musicals „Starlight Express“ für beste Unterhaltung. Und natürlich wurde sich täglich im Ostsee-Wasser erfrischt.