Osterburg l Ein lautes „Jaaaaa“ schallte bei der Eröffnung des Soccer-Turniers durch die Osterburger Lindensporthalle, als Moderator Maik Nowotny die vor ihm sitzenden Kinder und Jugendlichen befragte, ob es ihnen gut geht. Die meist aus drei bis vier Teilnehmern bestehenden Mannschaften waren hochmotiviert und gingen anschließend bei den drei Minuten dauernden Spielen in den drei aufgebauten Spielfeldern (Courts) in der Halle auf Torejagd.

Osterburg war erstmals Gastgeber der durch die Kreissparkasse und die Fußballschule von Ex-Profi Renè Tretschoks organisierten Fairplay-Soccer-Tour. „Sozusagen als Dankeschön“, sagte Christian Johannsen, bei der Kreissparkasse verantwortlich für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. In den beiden Vorjahren stellten Teams aus Osterburg und Umgebung beim Turnier in Stendal sehr viele Teilnehmer, weshalb der Biesestadt die Gastgeber-Rolle zukam. Und für Johannsen und seine Mitstreiter steht fest, dass auch im kommenden Jahr das regionale Turnier an der Biese stattfinden wird. Denn das Interesse war einfach riesig: 19 Jungen-Mannschaften bei der Altersklasse acht bis zehn, 17 Jungen-Mannschaften bei der Altersklasse elf bis 13. Hinzu kamen acht Mädchen-Teams bei der Altersklasse acht bis zehn, sowie drei bei den Elf- bis 13-Jährigen. In der Summe spielten 47 Mannschaften am Nachmittag ihre Besten aus. Am Abend waren dann die älteren Soccer-Fans am Ball.

Bundesfinale auf der Insel Rügen

Die Mädchen und Jungen aus der Grundschule „Am Hain“ und dem Hort stellten die meisten Teilnehmer. Unter ihnen die drei Freundinnen Amelie, Melina (beide aus Dewitz) und Luise aus Flessau, die im Markgraf-Albrecht-Gymnasium auf das Kleinfeld-Fußball-Turnier aufmerksam gemacht wurden. Das Trio hatte nur ein Ziel: „So fair wie möglich spielen.“ Und wenn sie als Verlierer vom Platz gehen sollten? „Nicht schlimm“, waren sich die 11-Jährigen einig. Sie gaben sich den Namen „Girls Power“. Und mit Power schossen sie sich auch im ersten Spiel zum Sieg. Aber nicht nur die Punkte waren im Endklassement entscheidend, wie Tourleiter Chris Häsner den Spielmodus erklärte. Die beiden Finalisten und der Drittplatzierte erhalten das Ticket für das Landesfinale. Zusätzlich fahren aber auch die drei fairsten Mannschaften zum Finale nach Wolmirstedt (12. Mai) oder nach Bitterfeld-Wolfen (19. Mai).

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Vor jeder Partie hat jedes Team sechs Fairplay-Punkte auf seinem Konto. Fouls während des Spiels dezimieren die Zahl. „Wenn ihr beispielsweise euren Gegenspiele schubbst und euch dafür entschuldigt, wird euch nur ein Punkt abgezogen“, betonte Chris Häsner. Falls die Entschuldigung ausbleibt, ziehen der Schiedsrichter und der Beobachter zwei Punkte ab. So durften sich auch Mannschaften freuen, die nicht so oft in das Tor trafen. Wer zudem beim Landesfinale sehr erfolgreich spielt und dort zu den Besten zählt, fährt im Sommer zum Bundesfinale nach Prora auf die Insel Rügen.

Christian Johannsen schickt ein großes Lob an die Osterburger. Das haben auch der stellvertretende Bürgermeister Detlef Kränzel und Sparkassen-Bereichsleiter Steffen Seifert gern vernommen, die die Partien in der Lindensporthalle neben vielen Eltern und Lehrern verfolgten. Ein großes Dankeschön ging auch an das Osterburger Gymnasium, eine Partnerschule der Fairplay-Soccer-Tour.

Aufblasbares Fußballfeld

Freuen dürfen sich schon jetzt die Hort- und Grundschulkinder, die sich mit ihrer großartigen Anzahl an teilnehmenden Mannschaften nicht nur ein Sonderlob verdienten, sondern auch ein Präsent. Für die Ferien oder für die Sommerparty erhält die Einrichtung ein aufblasbares Fußballfeld. An den Fußballfeldern in der Lindensporthalle stand Maik Nowotny. Als Moderator der Veranstaltung. „Für mich ist diese Tour eine Herzensangelegenheit“, sagt Nowotny, der aus der Nähe von Erfurt stammt und früher unter anderem Radiomoderator bei der Landeswelle Thüringen war. Bereits beim Startschuss der Tour vor 19 Jahren griff er zum Mikrofon, ist dabeigeblieben. In Osterburg war er gestern zum ersten Mal - und wird das Turnier an der Biese in sehr guter Erinnerung behalten.

Für das leibliche Wohl sorgten Schülerinnen und Schüler des Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasiums.