Aktuelle Leseproben

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„Beinahe die Wahrheit“ von Ephraim Kishon

„Latein/Französisch“ von Fischer Abiturwissen

„Der Schneegänger“ von Elisabeth Herrmann

„Das Super-Saurier Abenteuerbuch“ von Beverly und Jenny Halstad

„Der Schatz des Preußenkönigs“ von Christoph Öhm

Hohenberg-Krusemark l Längst haben Leseratten die Bücherzelle Hohenberg-Krusemark in Beschlag genommen, die offizielle Einweihung indes stand noch aus. Sie erfolgte am Sonnabend um 15 Uhr bei Wind und Wetter. Zu Gast auch Christian Müller als Geschäftsführer der Kaschade-Stiftung, der ein passendes Kaschade-Zitat rezitierte „Lieber ein geklautes Buch als ein ungelesenes“. Wobei geklaut in Bezug auf das Bücherzellen-Prinzip ja relativ ist: Jeder darf Bücher rausnehmen und Bücher reinstellen. Hauptsache, es wird gelesen.

Demgemäß formulierte Jürgen Lenski als Vorstandsvorsitzender der Altmärkischen Bürgerstiftung noch einmal das Ansinnen der Bücherzellen: „Es geht darum, die Hemmschwelle, ein Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen, so gering wie möglich zu halten.“ Kein Anmelden, keine Öffnungszeiten. Die Bücherzelle steht Tag und Nacht für jederman offen. Dass sie sich in Hohenberg-Krusemark was die Erstausstattung betrifft von ganz alleine füllte, habe es so noch nicht gegegen. Und es handelt sich bei dem öffentlichen Mobiliar immerhin um den rund 40. Bücherstützpunkt in und im Umkreis von Stendal, wobei rund 25 der Stützpunkte in Form einer ausgedienten Telefonzelle daherkommen.

Dass nun auch eine solche in Hohenberg-Krusemark steht, basiert auf der Idee von Anette Jagieniak. Sie ist Mitglied im örtlichen Dorfentwicklungsverein, der sich erfolgreich um eine Förderung bei der Kaschade-Stiftung bewarb und dem schnell klar war, dass Farbe an die Zelle muss. Der Arneburger Alfred Pichottki lieferte die Gestaltungsidee, die Vereinsmitglieder Petra Kautz, Anette Jagieniak und Kerstin Seela setzten sie um, zeichneten Blumen und Baum an die Zelle, die seitens der Kaschade- und Bürgerstifung als die bisher schönste eingestuft wurde.

Die Dorfvereinsvorsitzende Ulrike Bergmann bedankte sich bei Pichottki und den fleißigen Zeichnerinnen mit einem Präsent. Dank auch vom Bürgermeistwer Dirk Kautz, der von einem „Hingucker“ sprach und den Frauen im Namen der Gemeinde während des anschließenden Kaffeetrinkens nachträglich zum Frauentag Blumengrüße zukommen ließ.

Auch Christian Müller war noch unter den Kaffeegästen. Man kam auf die Idee, die Bücherzelle noch zu beleuchten, was am unkompliziertesten mit einer Lampe mit Solarzelle ginge. Dann sorgt die Bücherzelle zum Lesestoff im Dunklen auch noch für Heimeligkeit.

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