Ortsdurchfahrt wird saniert

Straßenbau in Beuster sechs Wochen im Verzug

Mit dem Neubau der Kreisstraße durch Beuster wird die Breite Straße als verkehrstechnische Hauptschlagader des Elbedorfes in diesem Jahr durchsaniert sein. Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt verzögern sich indes etwas, weil es Probleme mit der Tragfähigkeit des Bauuntergrundes und Lieferengpässe beim Betonpflaster gibt.

Von Ralf Franke
Gleich hinter dem Ortschild ist die Breite Straße im Süden Beusters nach wie vor gesperrt. Bei der Sanierung gab es Verzögerungen.
Gleich hinter dem Ortschild ist die Breite Straße im Süden Beusters nach wie vor gesperrt. Bei der Sanierung gab es Verzögerungen. Foto: Ralf Franke

Beuster - Bei der Sanierung der Kreisstraße 1454 in Beuster kommt es mindestens zu einer sechswöchigen Verzögerung. Anfang April gestartet, sollten die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt ursprünglich Ende September beendet und die Breite Straße beziehungsweise die Wehlstraße wieder befahrbar sein.

Übergabe Mitte November?

Jetzt datiert der Straßenbaulastträger das Ende der Baumaßnahme auf die 46. Kalenderwoche – also frühestens auf Mitte November.

Für die Terminverschiebung gibt es auf Nachfrage der Volksstimme im Landratsamt Stendal einen entscheidenden Grund. Im Zuge der Arbeiten sind Probleme mit der Tragfähigkeit des Bauuntergrundes aufgetreten, auf die die Fachfirma reagieren musste, um die Haltbarkeit der künftigen Fahrbahn zu sichern. Das werde jetzt mit dem Einbau einer zusätzlichen in Zement gebundenen Frostschutzschicht erreicht, so die Mitteilung.

Darüber hinaus habe die beauftragte Firma Lieferschwierigkeiten für das bestellte Betonpflaster angemeldet. Inwieweit es dadurch zu weiteren Verzögerungen kommt, könne zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht abschließend gesagt werden, heißt es.

Dafür komme neben der Straßenentwässerung schon jetzt das Glasfaserkabel mit in die Erde, mit dem der Zweckverband Altmark (ZBA) bald schnelles Internet in die meisten Haushalte des Elbedorfes bringen will.

Nach derzeitigem Stand soll nach der Pflasterung des Gehweges und der Fahrbahn im ersten Abschnitt voraussichtlich in der 35. Kalenderwoche die zweite Etappe (Wehlstraße) in Angriff genommen werden, womit die Breite Straße fertig wäre und der Verkehr aus Richtung Esack wieder ins Dorf fließen könnte. Dann wird allerdings die Zufahrt nach Beuster über Geestgottberg nicht möglich sein.

Der Straßenbau auf einer Länge von gut 320 Metern ist ein Gemeinschaftsprojekt von Landkreis Stendal und Hansestadt Seehausen. Letztere ist vor allem für die Nebenanlagen wie Gehweg, Straßenlicht und Begleitgrün verantwortlich. Ursprünglich war für die Investition ein Auftragsvolumen von gut einer halben Million Euro vorgesehen.

Keine Anliegerbeiträge

Nachdem auch das Land Sachsen-Anhalt 2021 die Straßenausbaubeitragssatzungen gecancelt hat, müssen die Anlieger keine Rechnung zur anteiligen Kostenübernahme mehr befürchten.

Die Besucher der Blaulichttage in Beuster brauchen übrigens keine Behinderung zu befürchten. Der ausgeschilderte Parkplatz am rechten Ortseingang von Seehausen kommend ist wie gewohnt zu erreichen. Von dort aus sind es nur ein paar Schritte zum Blaulichtmuseum und zum Nebengelände am Burggraben.

Obwohl die Hauptschlagader des Elbedorfes noch eine Baustelle ist, ist das Blaulichtmuseum gut zu erreichen.
Obwohl die Hauptschlagader des Elbedorfes noch eine Baustelle ist, ist das Blaulichtmuseum gut zu erreichen.
Foto: Ralf Franke