Goldbeck l Die Eltern wissen ihren Nachwuchs in den Kindereinrichtungen der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck in sehr guten Händen. Das hätten die Umfragen zur Erstellung des Qualitätsmanagementsystems, dem sich alle stellten und bestanden, eindeutig belegt. Die Beteiligung an der Befragung sei überdurchschnittlich gut gewesen, betonte Hauptamtsleiter Ronny Gabel kürzlich vor den Mitgliedern des Schul- und Sozialausschusses der Verbandsgemeinde.

Auf deren Territorium gibt es neun Kindertagesstätten, acht in Trägerschaft der Verbandsgemeinde, die Kita „Villa Spatzennest“ in Hohenberg-Krusemark ist im Verantwortungsbereich des DRK. Die Auslastung der Einrichtungen ist unterschiedlich. Ronny Gabel sprach von einem auf die Re­gion bezogenen Nord-Süd-Gefälle. „Etwas Bauchweh“ würden ihm die Kitas in Werben und Iden bereiten. In der Kita „Storchennest“ des Elbstädtchens werden aktuell 15 Mädchen und Jungen im Krippen- und Kitabereich betreut. Im Idener „Knirpsenland“ sind es derzeit 24 Kinder in beiden Bereichen. Auch wenn die Zahlen höher sein könnten, sieht Gabel dieses Duo keineswegs im Bestand gefährdet. Der Verbandsgemeinderat hat sich klar positioniert und sprach sich für den Erhalt aller Tagesstätten und der drei Grundschulen aus. Allerdings betonte der Hauptamtsleiter, dass letztendlich der für die Kita-Bedarfsplanung verantwortliche Landkreis das letzte Wort habe, ob eine Einrichtung geschlossen wird oder nicht. Er sei indes im guten Austausch mit dessen Verantwortlichen, die nicht ohne Zustimmung der Kommune handeln würden.

Gute Lage

Die Lage in den beiden größten Einrichtungen, im Goldbecker „Regenbogenland“ und bei den Arneburger „Elbräubern“, schätzt Ronny Gabel als gut ein. Kinder gebe es genügend. In beiden tummeln sich über 60 Mädchen und Jungen. „Das Problem besteht hier bei der integrativen Betreuung“, meint er. In Goldbeck hätte die Verbandsgemeinde jüngst eine halbe Kraft dazugewinnen können, was sich bemerkbar gemacht hätte. Es gebe Kinder, die diese spezielle Form der Betreuung bräuchten - aber das Sozialamt des Landkreises würde nicht den kompletten Förderbedarf sehen.

Es gibt sogar mit der Kita „Feldmäuse“ in Hassel eine Einrichtung, die über eine Warteliste verfügt. Die Erziehungsberechtigten hätten die Wahl, in welche Tagesstätte sie ihre Kinder zur Betreuung geben. In Hassel fühlen sich aktuell 17 Krippenkinder und 22 Kinder ab drei Jahren wohl. Eine Warteliste gibt es nach Nachfrage auch bei der „Villa Spatzennest“ in Hohenberg-Krusemark. „Unsere Krippe ist voll“, sagt Katrin Eppert, Leiterin der Einrichtung, die mit 18 Krippenkindern ausgelastet ist. Die von der DRK geführte Stätte erhält einen Neubau, dessen Grundsteinlegung vielleicht noch in diesem Jahr erfolgen wird.

Die drei Horte in Arneburg, Goldbeck und Iden sind auch sehr beliebt. In Iden sind es aktuell 38 Erst- bis Viertklässler, die dieses Angebot wahrnehmen. „Eine Sondergenehmigung“, sagt Ronny Gabel. Eigentlich ist der Hort nur für 35 Mädchen und Jungen ausgelegt. Aber da bald die neuen Räumlichkeiten (Erweiterung) in Beschlag genommen werden dürfen, werde sowieso eine neue Betriebserlaubnis benötigt. Nach Aussage von Gabel würde dann die Kapazität voraussichtlich auf 45 Kinder aufgestockt. Im Arneburger Hort sind es 96 Kinder, die Grenze liegt laut Betriebserlaubnis bei 98. Und im Goldbecker Hort führt die aktuelle Statistik 54 Grundschulkinder, bei 55 wäre Schluss.

Aber auch für die Goldbecker ergeben sich künftig durch den Neubau neben der an der Friedrich-Ebert-Straße gelegenen Sekundarschule ab Sommer 2020 neue Bedingungen. Da mit 21 Abc-Schützen zu rechnen sei, würde voraussichtlich der Hort an seine Grenzen stoßen. Aber der neue Hortbereich werde für eine größere Kinderschar ausgelegt sein. Ronny Gabel geht von einer Betriebserlaubnis von 70, 80 Kindern aus.