Durchfahrt verboten

Verkehrsführung in Otto-Nuschke-Weg Osterburg spaltet Gemüter

Von Karina Hoppe

Osterburg

Der Anwohner des Otto-Nuschke-Wegs, Thomas Otto, hat sich in der jüngsten Osterburger Stadtratssitzung dafür ausgesprochen, dass die Verkehrsführung im Teilstück zwischen Melkerstraße und August-Bebel-Straße so bleibt, wie sie jetzt ist: also Durchfahrt verboten für Krafträder und Kraftfahrzeuge aus Richtung Melkerstraße. Er reagiert damit auf den Vorschlag von Christiane Grabow, wohnhaft in der Melkerstraße, den Weg künftig für beide Fahrtrichtungen zu öffnen (Volksstimme berichtete).

Anlass für ihre Offensive ist die Tatsache, dass der Nuschke-Weg in Höhe der neuen Kita „Wundervilla“ sehr wahrscheinlich verschwinden wird. Der Stadtrat sprach sich gerade für die Entwidmung des Teil-stückes aus. Die Borghardtstiftung Stendal, Trägerin der neuen Kita, muss die Straße noch von der Stadt abkaufen. Sie möchte dann auf dem Areal eine Freiluft-Begegnungsstätte für Jung und Alt entstehen lassen, damit Anwohner und Kita zusammenwachsen.

Seit neuer Osterburger Kita huschen noch mehr Autofahrer durch

Sowohl Thomas Otto als auch Christiane Grabow beobachten des Öfteren, dass Fahrzeuge den Nuschke-Weg verkehrt herum durchhuschen, Für Christiane Grabow werde sich dies noch häufen, wenn der andere Teil des Nuschke-Wegs weg ist. Die Umwege würden zu groß, die 60-Meter-Verbindung zwischen August-Bebel-Straße und Melkerstraße sei zu verlockend. Deswegen sollte man sie ihrer Meinung nach gleich öffnen, falls die Fahrbahn zu schmal ist mit „Vorrang des Gegenverkehrs“.

Thomas Otto indes fürchtet für diesen Fall eine Zunahme des Verkehrs, er plädierte im Stadtrat für mehr Verkehrskontrollen. Durch die neue Kita habe der Verkehr schon zugenommen, würden noch mehr Autos falsch herum durchhuschen.

Anwohner sieht Parkplatz-Problem an August-Bebel-Straße

Christiane Grabows Idee, auf dem anliegenden freien Grundstück der Wohnungsgesellschaft einen Parkplatz zu errichten, weil die Eltern der Kitakinder später nicht mehr vor der Kita parken können, wird laut Elimar Brandt, Vorstand der Borghardtstiftung, zumindest schon laut gedacht. „Wir haben in dieser Frage Kontakt aufgenommen, aber spruchreif ist noch nichts“.

Parkflächen müssten auf jeden Fall her, sagt auch Anwohner Detlef Köppen. Er wohne seit 20 Jahren im Block direkt gegenüber der neuen Kita. „Seitdem hier gebaut wird, sind unsere Parkplätze am Haus ständig belegt. Erst von den Bauleuten, jetzt von den Eltern.“ Nichts gegen die Kita, aber da müsse eine Lösung her.