Pflanzaktion

Verkehrsinsel in der Hansestadt Werben schmückt sich mit Stauden

Von Ingo Gutsche
Die Initiative ?Zukunft-Pflanzen? widmet sich noch im Mai der Insel des Kreisverkehrs in Werben: Die Gruppe begrünt den Bereich. Die Stauden-Pflanzen sind bereits bestellt. Eine höhergestaffelte Mischpflanzung ist vorgesehen.
Die Initiative ?Zukunft-Pflanzen? widmet sich noch im Mai der Insel des Kreisverkehrs in Werben: Die Gruppe begrünt den Bereich. Die Stauden-Pflanzen sind bereits bestellt. Eine höhergestaffelte Mischpflanzung ist vorgesehen. Foto: Ingo Gutsche

Werben

Der nächste wichtige Schritt für die Akteure der Initiative „Zukunft-Pflanzen“ steht bevor: Sie wollen den Kreisel in Werben attraktiver gestalten. Heißt: Die Insel des Kreisverkehrs wird sich mit Stauden schmücken. Der Einsatz soll demnächst stattfinden. „Auf jeden Fall noch im Mai“, sagt Ole Saß von der Initiativgruppe.

„Die Pflanzen sind bereits bestellt“, weist Saß auf den aktuellen Stand hin. Die pandemische Lage macht die Aktion nicht einfacher. Er denkt, dass der Pflanzeinsatz mit drei Personen zu bewältigen ist. Die letzten Absprachen zum korrekten Termin sollen noch erfolgen. Die wichtigste Aufgabe im Hinblick der Gestaltung des innerstädtischen und einzigen Kreisels des Elbstädtchens, in dem die Landesstraßen 2 und 16 aufeinandertreffen, liegt bereits hinter der Gruppe: Die Planung selbst. Intensiv hätte sich die Initiative zum künftigen Bild des zu bepflanzenden Bereichs Gedanken gemacht. Einen großen Anteil hat dabei Theresa Gläßer, betont Ole Saß. „Sie ist eine Pflanzenspezialistin.“ Neben der Optik war es der Werbener Initiative wichtig, dass sich die Pflege der Pflanzen in Grenzen hält. Diese Charaktereigenschaften würden Stauden besitzen. So solle auf der „Insel“ eine langlebige, robuste Pflanzgemeinschaft entstehen. Einige Arten seien winter- und immergrün und würden im ersten Jahr keinen Rückschnitt benötigen.

Eine höhergestaffelte Mischpflanzung ist vorgesehen. Saß spricht von filigranen Blatt- und Blütenformen, von Weiß-, Violett- und Grüntönen. „Neben der Attraktivität ist er ein Ort für Insekten“, sei auch dieser Fakt ein wichtiger für die Initiative. Unter anderem sollen die neuen Pflanzen Wildbienen anlocken. Der Werbener Stadtrat um Bürgermeister Bernd Schulze (parteilos) ist von der Idee angetan und stellte die Summe für die Anschaffung der Stauden zur Verfügung.

„Zukunft-Pflanzen“ möchte Werben ökologisch aufwerten. Alteingesessene und Hinzugezogene finden sich in dieser Initiative zusammen. Der Startschuss erfolgte im September des vergangenen Jahres mit einer symbolischen Aktion auf dem Areal an der ehemaligen Grundschule, wo ein Obstbaum gepflanzt wurde.

Die Akteure möchten viele Ideen in die Tat umsetzen. Allerdings konnten sie während der Corona-Zeit nicht so agieren, wie sie es sich vorgestellt haben. So waren für den Herbst Obstbaumschnitt-Seminare mit der Baumschule in Behrendorf vorgesehen. Der musste ausfallen. Es hätte viele Interessenten gegeben, die daran teilnehmen wollten. „Das holen wir nach.“ Ein anderes Ziel ist es, Streuobstwiesen anzulegen. Die Kommune kann in diesem Fall eine Fläche in Giesenslage anbieten. Diese Aufgabe „behalten wir natürlich im Blick“. Ole Saß fallen noch andere Stellen im schönen Elbstädtchen ein, die begrünt werden könnten. In Absprache mit der Stadt sollen geeignete Bereiche künftig in den Fokus der Mitstreiter geraten.

Veranstaltungen wie Wiesenpicknicks mit regionalen Spezialitäten, Kräuterwanderungen, Sternenkino, Baumschnittkurse, Gartentouren, gemeinsame Apfelernten mit Ernte-Camps oder Ökotouren für Schulklassen und Kindergartengruppen möchten die Organisatoren gern auf die Beine stellen.