Arneburg-Goldbeck l „Wir wünschen uns einen Niedrigseilgarten!“ Diese Aussage haben die Verantwortlichen aus der Verbandsgemeinde Arneburg von den Kita-Teams nicht nur einmal vernommen. Einiges hat die Kommune bereits in Auftrag gegeben, wie Ronny Gabel, Teamleiter Steuerungsunterstützung bei der Verbandsgemeinde, sagte. „Die Wünsche sind natürlich größer als die Mittel, die zur Verfügung stehen.“

Investitionen sind in die Tagesstätten eingeplant. Hinter einigen Arbeiten und Bestellungen konnte die Verbandsgemeinde als Träger von acht Einrichtungen bereits einen Haken machen. Der Niedrigseilgarten als Spielelement ist für viele Kita-Teams vorstellbar. Auf dem großzügigen Außenareal des Werbener „Storchennests“ ist er bereits präsent. Und beim Nachwuchs sehr beliebt, wie die Erzieherinnen bestätigen. Die Einrichtung konnte den Niedrigseilgarten, wo die Mädchen und Jungen beispielsweise klettern und balancieren, aus Spenden finanzieren.

Abwasserleitung abgesackt

Angebote für einen Niedrigseilgarten wurden bereits eingeholt. Die Verbandsgemeinde müsste etwa Kosten in Höhe von 6000 Euro einplanen und prüfen, welche Wünsche realisiert werden können. Beispielsweise steht der die Geschicklichkeit schulende Niedrigseilgarten in der Rochauer „Flohkiste“, im Idener „Knirpsenland“ und bei den Arneburger „Elbräubern“ an vorderster Stelle. Aber gerade in Arneburg müssten aufgrund eines hohen Sanierungsstaues größere Investitionssummen bedacht werden. „Dort haben wir Probleme mit der Abwasserleitung, die regelrecht abgesackt ist“, sagt Gabel. Für die Haushaltsjahre 2021 und 2022 sind im Etat der Verbandsgemeinde jeweils 200 000 Euro für die Arneburger Einrichtung eingetaktet. Allerdings ist das Zahlenwerk noch nicht beschlossen. Neben der Behebung der Abwasserproblematik sollen auch Gelder in die Fassade inklusive neuer Fenster, in die Erneuerung der Terrasse oder in die malermäßige Aufwertung der Räume fließen.

Kommune unterstützt Hasseler Pläne

Geld möchte auch die Gemeinde Hassel in die Hände nehmen. Wie Bürgermeister Alf Diedrich betonte, würde dem Ort eine neue Kita gut zu Gesicht stehen. „Wir würden gern eine neue Tagesstätte bauen.“ Das zu DDR-Zeiten als Landschulheim genutzte Haus ist unter anderem mit Treppen ausgestattet. Hassel schwebt als Neubau ein barrierefreier und natürlich moderner Flachbau vor. Nichtsdestotrotz ist die Hasseler Kita „Feldmäuse“ sehr beliebt, 40 Mädchen und Jungen werden dort aktuell betreut. Auch die große Nachfrage nach einem Kita-Platz in Hassel hat im Gemeinderat zu diesen Gedankenspielen geführt. Selbst ein Platz für die neue Einrichtung ist schon auserkoren.

Neues Baugebiet geplant

„Die Verbandsgemeinde unterstützt die Mitgliedsgemeinde Hassel in ihrem Bestreben“, betont Verbandsgemeinde-Bürgermeister René Schernikau. Für einen Neubau wäre die Verbandsgemeinde verantwortlich. Der Bedarf spiele eine entscheidende Rolle. Aufgrund baulicher Beschränkungen könne die Kapazität der „Feldmäuse“ nicht erhöht werden. Die Gemeinde Hassel strebt mit Unterstützung der Verwaltung die Erschließung eines neuen Baugebietes an. „Mit den zu erwartenden neuen Einwohnern kann entsprechend der Bedarf an weiteren Kita-Plätzen kommen, den wir mit den bestehenden Möglichkeiten nicht abdecken können“, sagt Schernikau. „Aktuell erstellen wir eine Prognose der zu erwartenden Nachfrage aufgrund des geplanten Baugebietes sowie eine Prognose der Kosten eines entsprechenden Neubaus, die in die Gespräche zum Haushalt einfließen sollen.“