Hohenberg-Krusemark l Der Bürgermeister der Gemeinde Hohenberg-Krusemark, Dirk Kautz, äußerte Unmut darüber, wie mit der Vorstellung des Kita-Entwurfs für den DRK-Neubau in Krusemark umgegangen wurde. Bevor Architekt Florian Hallmann am 15. April seine Pläne gegenüber dem Schul- und Sozialausschuss und dem Finanzausschuss präsentiert hatte, „wurden schon die Zettel verteilt, was alles teurer wird“, so Kautz in der Verbandsgemeinderatssitzung am Dienstag. Folglich habe es gleich geheißen, „das können wir uns sowieso nicht leisten“. Viele Auschussmitglieder hätten dicht gemacht. Dazu betonte Kautz, „dass man über den Entwurf natürlich reden muss“.

Aber der Reihe nach. So sei die Sitzung aus seiner Sicht „katastrophal“ gelaufen, dem Ansinnen gegenüber nicht angemessen. Der Bauausschussvorsitzende Wolfgang Trösken sprach rückwirkend davon, dass es in der Ratssitzung „einige Turbulenzen“ gab. Und vor allem für den Verbandsgemeinderat noch offene Fragen, weswegen der Tagesordnungspunkt über die zweite Änderung der Vereinbarung zur Betreibung der Kita durch das Deutsche Rote Kreuz auf Antrag von Wolfgang Trösken am Dienstag noch einmal von der Tagesordnung genommen wurde. Mit dem Beschluss hätten die Ratsmitglieder einer Erhöhung des Investitionsvolumens auf 2,3  Millionen Euro zugestimmt. Es soll jedoch vorab noch geklärt werden, welche Alternative es gegegebenfalls zum großen Dach gibt, wie es sich mit der Beleuchtung via Tageslichtspots genau verhält und woher die Mehrkosten in Bezug die einst von der Verbandsgemeinde geschätzten 2,09 Millionen Euro genau kommen.

Architekt Florian Hallmann hatte bereits während besagter Sitzung in Arneburg kund getan, dass sie den Mehrkosten durch größer gewordene Baukosten seit der Planung im Jahr 2016 entsprechen. Viktor Schellert, Finanz-Controller beim DRK, hatte dazu gesagt, „dass der Bau in zwei Jahren noch teurer sein wird“. Dass es dem Projekt also nicht gut zu Gesicht stehe, wenn sich das Prozedere noch weiter hinzieht. Es sollen nun in der nächsten Verbandsgemeinderatssitzung alle Zahlen auf den Tisch. Lothar Riedinger schlug vor, das DRK samt Planer noch einmal einzuladen.

In Vorbereitung auf den Neubau am anderen Ende des Dorfes, hatte das DRK die Trägerschaft über die Kita „Villa Spatzennest“ zum 1. April 2018 übernommen.